KV-Verhandlungen 2017

Plus 3 %: Einigung bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen der Metalltechnischen Industrie

Arbeitgeber sehen Abschluss zwiespältig: Anerkennung für die Beschäftigten, aber kein Erfolg für die Sozialpartnerschaft auf KV-Ebene

(Wien, 9.11.2017) Die sechste Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie brachte eine Einigung:

Für die über 130.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Metalltechnischen Industrie bedeutet der Abschluss mit Geltung per 1.11.2017 eine Erhöhung der KV-Entgelte (Löhne und Gehälter) und der IST-Entgelte um 3 %. 

Zulagen und Lehrlingsentschädigungen werden ebenso mit 3 % erhöht, die Auf-wandsentschädigungen mit 1,9 %.

Verbesserung bei Arbeitszeitflexibilisierung: Außerdem vereinbart wurden administra-tive Erleichterungen bei der Sonn- und Feiertagsarbeit sowie eine Verlängerung des bestehenden Zeitkontenmodels um zwei weitere Jahre.

Faire Lösung für die Beschäftigten, KV-Partnerschaft angeschlagen

Der Fachverband sieht das Ergebnis, vor allem hinsichtlich der Verhandlungsführung der Ge-werkschaften, kritisch. Obmann Christian Knill: „Wir sehen diese Einigung zwiespältig und desillusioniert. Zum einen konnten wir eine faire Anerkennung für unsere Beschäftigten fin-den. Die Lohn- und Gehaltserhöhungen sind ordentlich und bringen einen deutlichen Real-lohngewinn für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch bei der Flexibilisierung konnten wir Fortschritte erzielen. Zum anderen aber hat die Verhandlungsführung der Gewerkschaf-ten die KV-Partnerschaft an den Rand des Scheiterns gebracht. So gesehen, ist das kein Ruh-mesblatt.“ Knill verweist auf die rüde Tonalität in der Kommunikation, die öffentliche Kam-pagne zu den Forderungen anstatt von Beginn an sachlich zu verhandeln, bis hin zu nächtli-chen Schmieraktionen an Wirtschaftskammer-Gebäuden in ganz Österreich.

„Diese Vorgangsweise war einzigartig in den letzten Jahren. Das dürfte wohl am politischen Umfeld liegen, der Partnerschaft auf Kollektivvertragsebene wurde damit aber kein guter Dienst geleistet. Dazu kommt noch die Verweigerung der Gewerkschaften bei der Arbeitszeit-flexibilisierung im Sommer und das Thema Arbeiter/Angestellte, das die Gewerkschaften an uns vorbei umgesetzt haben. Das Jahr 2017 ist so gesehen kein Erfolg für die Sozialpartner-schaft. Wir werden diese Art der Verhandlungen jedenfalls nicht mehr führen und einen Neu-start anstreben. Dazu werden wir in den nächsten Monaten konkrete Vorschläge vorlegen“, so Knill abschließend.

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2016 einen Produktionswert von 35,5 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

 

Rückfragehinweis:
Fachverband Metalltechnische Industrie
Dr. Berndt-Thomas Krafft
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
+43 (0)5 90900-3482
office@fmti.at, www.metalltechnischeindustrie.at

Presseinformation 9.11.2017

KV Metalltechnische Industrie: Gewerkschaften lehnen Arbeitgeber-Angebote ab

Großes Unverständnis von Seiten der Unternehmen über Verweigerungshaltung

  • Arbeitgeber waren bereit für 2,5 % Erhöhungen bei Löhnen und Gehältern 
  • Das liegt deutlich über der Inflation und beinhaltet einen ordentlichen Anteil am Produktivitätszuwachs
  • Handlungsweise der Gewerkschaften nicht nachvollziehbar

(Wien, 7.11.2017) Die fünfte Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie dauerte bis in die frühen Morgenstunden und brachte neuerlich keine Einigung, da die Gewerkschaften die Angebote der Arbeitgeber abgelehnt haben. Die Verhandler des Fachverbands legten zuletzt ein konkretes Angebot für die Erhöhung von Löhnen und Gehältern in der Höhe von plus 2,5 % vor. Dieses Angebot bestand damit aus einer vollständigen Abgeltung der Inflation der letzten 12 Monate von 1,88 % sowie einem Aufschlag von 0,62 %. Dieser Aufschlag entspricht einem erheblichen Anteil des Produktivitätszuwachses und würde den Beschäftigen eine deutliche Reallohnerhöhung bringen. Weiters gab es von Seiten der Arbeitgeber unter anderem Vorschläge zu spürbaren Erhöhungen bei den Lehrlingsentschädigungen und zur Anrechnung von Karenzen.

Das Angebot lag so im Rahmen sämtlicher Expertenerwartungen und im Durchschnitt am oberen Niveau der Abschlüsse der letzten Jahre. Umso unverständlicher ist daher die Ablehnung des Angebots durch die Gewerkschaften und der angekündigte Beginn von Streiks und weiteren Auseinandersetzungen. Alle Angebote des Fachverbands sind durch die Verweigerung der Gewerkschaften nun wieder zur Gänze vom Tisch. 

Betriebe werden Erhöhungen für Beschäftigte auf Betriebsebene umsetzen

Der Fachverband hat für den Moment keine neuen Verhandlungstermine mit den Gewerkschaften vereinbart und wird seine Gremien zur neuen Situation konsultieren. Er wird aber allen Mitgliedsbetrieben voraussichtlich eine Empfehlung zu einer freiwilligen Erhöhung der Löhne und Gehälter aussprechen. Die Geltung des Kollektivvertrags selbst ist davon nicht beeinflusst, denn er besteht mit allen Regelungen unabhängig von einer künftigen Einigung über die KV-Entgelte in vollem Umfang weiter. Fachverbandsobmann Christian Knill: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten von uns in jedem Fall eine faire Lohn- und Gehaltserhöhung, das haben sie sich verdient. Wenn die Gewerkschaften die Sozialpartnerschaft aufkündigen, müssen wir selbst aktiv werden. Damit zeigen wir echte Verantwortung für die Beschäftigten und den Standort.“

Sozialpartnerschaft in dieser Form gescheitert

Christian Knill weiter: „Die Gewerkschaften haben heute die Sozialpartnerschaft schwer beschädigt. Wir haben ein sehr faires Angebot gelegt und eine Vielzahl von Varianten angeboten. Es ist daher absolut unverständlich, dass die Funktionäre das neuerlich ablehnen und stattdessen ihre Mitglieder auf die Straße schicken. So kann das nicht weitergehen. Die Gewerkschaften agieren mit ihrem Populismus gegen die Interessen aller ArbeitnehmerInnen und schaden dem Standort.“ 

Zuletzt wurden sogar Betriebsversammlungen in Betrieben durchgeführt, die nicht dem Kollektivvertag der Metalltechnischen Industrie unterliegen, auch Streiks sind dort offenbar geplant. Damit schädigen sie die ganze Industrie und erfolgreiche Betriebe, die von diesen Verhandlungen nicht einmal betroffen sind. „Wozu soll das gut sein, wenn nicht nur für reine Machtpolitik auf dem Rücken aller, Betriebe und Beschäftigter. Die Beamtengewerkschaft zeigt vor, wie man professionell und sachlich verhandelt. Hinter verschlossenen Türen, mit Vernunft und wechselseitigem Respekt, und nicht mit Gebrüll auf der Straße“, meint Knill.

Weitere Informationen: 
http://www.metalltechnischeindustrie.at/news-presse/presse/presseaussendungen/

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2016 einen Produktionswert von 35,5 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

 

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Presseinformation 6.11.2017

Keine Einigung: KV-Verhandlungen der Metalltechnischen Industrie von den Gewerkschaften einseitig unterbrochen

Arbeitgeber über Rückzug der Gewerkschaften verärgert, Bereitschaft zu ordentlicher Erhöhung ist weiterhin vorhanden

(Wien, 30.10.2017) Die vierte Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie brachte neuerlich keine Einigung. Die Verhandler des Fachverbands betonen ihre Bereitschaft für einen fairen, aber auch vernünftigen Abschluss. Den Gewerkschaften ist aber offenbar ihre politische Kampagne wichtiger als sozialer Friede und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.

In der aktuellen Verhandlungsrunde wurden zu Beginn vor allem Fragen des Rahmenrechts behandelt, etwa Schichtzulagen, Reisediäten oder die Anrechnung von Karenzzeiten. In der nächsten Gesprächsrunde ab 18.45 Uhr wurde dann über Parameter der anstehenden Lohn- und Gehaltserhöhungen diskutiert. Dazu haben die Arbeitgeber bereits vor Wochen erklärt, dass etwa die Frage der Inflation auch aus Wettbewerbssicht zu betrachten ist. Veit Schmid-Schmidsfelden vom Verhandlungsteam des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Wir haben betont, wie wichtig es ist, unsere Exportmärkte zu berücksichtigen, denn dort liegt die Inflation deutlich unter der in Österreich. Das wollten wir berücksichtigt wissen. Leider sind wir dann gar nicht dazu gekommen, weiter zu diskutieren, da die Gewerkschaften das Ge-spräch einseitig nach wenigen Minuten abgebrochen haben.“

Basis für faire Entgelterhöhungen ist aus Sicht des Fachverbands ein Kollektivvertragsab-schluss, der die durchschnittliche Inflationsrate der letzten 12 Monate berücksichtigt. Die Ar-beitgeber hatten die Gewerkschaften im Vorfeld ja gebeten, ihre Forderung zu überarbeiten, das ist leider nicht geschehen, daher war eine Annäherung sehr schwierig.

Die bereits vor der heutigen Verhandlung geplanten Betriebsversammlungen sind aus Sicht des Fachverbands nicht hilfreich und wohl rein politisch motiviert. Schmid-Schmidsfelden: „Wir können dieses taktische Handeln der Gewerkschaften aus Verantwortung gegenüber unseren Beschäftigten nicht hinnehmen. Wir sitzen nach wie vor am Verhandlungstisch und sind zu einem fairen Abschluss bereit.“

Große Wertschätzung für Beschäftigte, Kritik an Gewerkschaftsführung

Für Schmid-Schmidsfelden passt der Rückzug der Gewerkschaften in das Bild der bisherigen Verhandlungsführung: „Wir sind sehr verärgert über das Verhalten der Gewerkschaftsfunkti-onäre: Die rüde Tonalität ihrer Kommunikation, die öffentliche Kampagne zu ihren Forderun-gen anstatt von Beginn an sachlich zu verhandeln, nächtliche Schmieraktionen an Wirtschafts-kammer-Gebäuden in ganz Österreich und jetzt dieser wohl schon lange geplante Abbruch. All das ist ein mehr als zweifelhaftes Niveau und leistet der gerade jetzt so kritisierten Sozial-partnerschaft keinen guten Dienst. Die Gewerkschaften nehmen sich durch dieses strategisch unkluge Verhalten ihrer Spitzenfunktionäre selbst aus dem Spiel“, so Schmid-Schmidsfelden. „Offensichtlich ist die Gewerkschaft nach der Wahl immer noch im Konfliktmodus und trägt diese Strategie auf dem Rücken aller Beschäftigten in der Metalltechnischen Industrie aus.“

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 6. November vorgesehen.

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2016 einen Produktionswert von 35,5 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Presseinformation 30.10.2017

Dritte KV-Runde Metalltechnische Industrie: Einigung vertagt

Obmann Knill: zu vernünftiger Erhöhung bereit, aber noch offene Fra-gen zu Rahmenrecht, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität

(Wien, 23.10.2017) Die dritte Runde der KV-Verhandlungen für die Metalltechnische Industrie ging Montagabend ohne eine finale Einigung zu Ende. Die Gespräche sind aus Sicht des Fach-verbandes grundsätzlich konstruktiv verlaufen, allerdings haben die Gewerkschaften die Ge-spräche für diese Runde unterbrochen. Fachverbandsobmann Christian Knill: „Klar ist, dass der Fachverband zu einer fairen Lohn- und Gehaltserhöhung für die 130.000 Beschäftigen der Metalltechnischen Industrie bereit ist. Zuvor sind allerdings Rahmenbedingungen zu klären, die für die Kostensituation in den Betrieben bedeutsam sind. Wir gehen davon aus, dass wir in der nächsten Runde zu einer Einigung kommen werden.“ Bis dahin sei etwa noch abzuwar-ten, ob der Bundesrat die Angleichung Arbeiter/Angestellte diesen Mittwoch beschließen wird. Die daraus für die Metalltechnische Industrie entstehenden Belastungen (gerechnet wird mit bis zu 60 Millionen Euro Mehrkosten) sind in den Gehaltsabschluss einzupreisen.

Hohe heimische Inflation und schwache Produktivitätszuwächse belasten Wettbewerbsfähigkeit

Wichtige Themen für die Verhandler des Fachverbandes sind die für den KV-Abschluss we-sentlichen Parameter Inflation und Produktivität. „Wir verdienen 8 von 10 Euro im Export. Wenn wir etwa die hohe innerösterreichische Inflation als lohnbestimmenden Faktor kalkulie-ren, verlieren wir automatisch an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber unseren wichtigsten Ex-portmärkten wie Deutschland oder Frankreich, da die Inflation dort deutlich niedriger ist. Das müssen wir berücksichtigen.“ Die gesamtwirtschaftliche Produktivität war 2016 mit 0,4 % im Minus, für 2017 rechnet das WIFO mit rund einem Prozent Zuwachs. „Unsere Branche hat heuer erstmals ein gutes Umsatzwachstum, gleichzeitig wird aber die Komplexität immer höher, das heißt jeder Euro wird immer härter verdient. Dies geht zulasten der Produktivität“, so Knill. Für einen Abschluss gelte es, sachlich und vernünftig alle wesentlichen Parameter zu berücksichtigen, daher haben die Arbeitgeber die Gewerkschaften aufgefordert, ihre Forderungen zu überdenken. „Wir sind einige Schritte weitergekommen, mit Vernunft und Augen-maß können wir nächste Woche einen guten Abschluss zustande bringen.“

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2016 einen Produktionswert von 35,5 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Presseinformation 23.10.2017

Zweite KV-Runde Metalltechnische Industrie ohne Ergebnis

Obmann Knill: konstruktive Gespräche, Konsequenzen aus Parlamentsbeschluss zur Angleichung Arbeiter/Angestellte berücksichtigen

(Wien, 10.10.2017) Die zweite Runde der KV-Verhandlungen für die Metalltechnische Industrie ist gestern Abend ohne konkretes Verhandlungsergebnis zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der aus Sicht der Industrie konstruktiven Gespräche standen Erläuterungen und Konkretisierungen der Forderungen der Gewerkschaften einerseits, sowie die Vorstellung der für den Fachverband wichtigen Themen andererseits. Fachverbandsobmann Christian Knill: „Die für uns wichtigsten Themen rund um den KV sind Planungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsmodelle der Zukunft.“ Hinter Planungssicherheit steht der Wunsch nach mehrjährigen Abschlüssen, Wettbewerbsfähigkeit bezieht sich vor allem auf eine Abschlusshöhe, die die Arbeitskosten im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig hält und unter dem Thema Arbeitsmodelle der Zukunft sind Fragen wie Lebensarbeitszeit oder flexible Arbeitsmodelle zu verstehen.

Ein zentrales Thema ist außerdem die aktuelle Diskussion über die Angleichungen von ArbeiterInnen und Angestellten im Arbeitsrecht. Knill: „Diese Woche wird im Parlament ohne Sozialpartnermitwirkung möglicherweise eine neue Regelung gesetzlich umgesetzt, deren Kosten für uns nicht abzusehen sind. Wir müssen nun abwarten, welche massiven Zusatzbelastungen damit auf unsere Branche zukommen, die wir natürlich im KV berücksichtigen müssen.“

Der nächste Verhandlungstermin findet am 23.10. statt. Christian Knill ist zuversichtlich für die nächste Runde: „Wir sind selbstverständlich bereit für eine faire Erhöhung der Löhne und Gehälter und auch für einen raschen Abschluss. Gefragt dafür sind Vernunft hinsichtlich der Forderungen und Klarheit über die politischen Rahmenbedingungen.“

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2016 einen Produktionswert von 35,5 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Presseinformation 10.10.2017

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Start der KV-Verhandlungen Metalltechnische Industrie

Obmann Knill: Bin zuversichtlich, Abschluss muss Branche wettbewerbsfähig halten

(Wien, 20.9.2017) Heute erfolgte mit der Forderungsübergabe und dem anschließenden Verhandlungsbeginn der Start der KV-Runde für die Metalltechnische Industrie. Der Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie, Christian Knill, sagte zum Auftakt der Verhandlungsrunde: „Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit den Gewerkschaften wie schon in den letzten Jahren einen fairen und verantwortungsvollen Abschluss zustande bringen. Die wirtschaftlichen Daten sind heuer besser als in den letzten Jahren, aber wir wissen noch lange nicht, ob der Aufschwung von Dauer und nachhaltig ist. Daher ist es wichtig, verantwortungsbewusst zu handeln. Die Ausgangslage ist gut, aber wir dürfen jetzt keine Fehler machen“.

In der ersten Verhandlungsrunde wurden die wirtschaftlichen Rahmendaten diskutiert, die Gewerkschaften haben in Folge ihre Forderungen erläutert. „In der nächsten Verhandlungsrunde am 9. Oktober 2017 werden wir die Forderungen im Detail verhandeln und auch unsere Positionen dazu darlegen“, so Knill.

Er verweist auf die enorme Exportabhängigkeit der Metalltechnischen Industrie — so werden 8 von 10 Euro im Export verdient — und die wirtschaftlichen Unsicherheiten durch den steigenden Eurokurs und die globalen politischen Entwicklungen. „Wir müssen das Momentum des Aufschwungs nützen. Die Unternehmen brauchen Vertrauen in den Standort, damit die Investitionen wieder steigen, die in den letzten Jahren aufgrund der Wirtschaftskrise kaum stattgefunden haben. Und dazu braucht es die richtigen Rahmenbedingungen. Wir plädieren also für ausgewogene Verhandlungen, die beiden Seiten etwas bringen müssen. Und wir stehen für einen neuen Stil statt alter Rituale. ´Ja´ zu einem fairen Abschluss aber auch ´ja´ zur Verantwortung für Standort und Arbeitsplätze, das ist unser Credo für die heurigen Verhandlungen“, so Knill abschließend.

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2016 einen Produktionswert von 35,5 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Presseinformation 20.09.2017

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20170920 FMTI 1.Runde KV.pdf [167 KB]