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Automotive Zulieferindustrie


Die Entwicklung der österreichischen Automobilzulieferindustrie zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten der vergangenen Jahrzehnte in unserem Land. In einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld konnte die Zulieferindustrie ihre Position festigen und mit einem durchschnittlichen Wachstum von acht Prozent jenes der Gesamtwirtschaft – aber auch der SachgĂŒtererzeugung insgesamt – deutlich ĂŒbertreffen. Sie hat damit auch in Österreich in der Wertschöpfungskette der Automobilproduktion eine "Turbofunktion“ fĂŒr die Gesamtwirtschaft ĂŒbernommen: "Geht’s den Autozulieferern gut, geht’s der Wirtschaft und uns allen gut!“

Der Beitrag der Automobil- und Autozulieferindustrie zur Wertschöpfung der österreichischen SachgĂŒtererzeugung ist zuletzt auf mehr als zehn Prozent angestiegen. Sie ist zu einem Pfeiler der österreichischen Wirtschaft geworden und sichert wichtige ArbeitsplĂ€tze in einem Hochtechnologiesektor mit hohem Forschungsanteil. Dank der Erfolge der Zulieferindustrie liegt der Wert der Exporte des automotiven Sektors aus Österreich bereits beim Dreifachen des Wertes der PKW-Importe nach Österreich.

Die österreichische Zulieferindustrie ist mit ihrer klaren Ausrichtung auf Forschung, Innovation und QualitÀt, ein wichtiger und zuverlÀssiger Partner internationaler Automobilhersteller und Systemlieferanten. Die Exportquote von rund 90 Prozent ist Abbild der engen internationalen Vernetzung der Branche.


Automotive Zulieferindustrie: Enorme Bedeutung fĂŒr den Industriestandort Österreich Branche sichert 193.000 Jobs in Zukunftstechnologien

  • Mit einem Produktionswert von ĂŒber 25 Milliarden Euro sichert die Branche der Automotiven Zulieferindustrie ĂŒber 193.000 Jobs, der Standort-Wettbewerb setzt den Unternehmen jedoch massiv zu
  • Gesamtwirtschaftliche Effekte: 42,8 Milliarden Euro 
  • 81.700 direkte Jobs, indirekt sichert die Branche ĂŒber 193.000 ArbeitsplĂ€tze

(Presseinformation: Wien, 08. Juli 2021) Die Automotive Zulieferindustrie in Österreich hatte in den letzten Jahren mit sehr unterschiedlichen Herausforderungen zu kĂ€mpfen, ob Dieseldiskussion, Brexit oder internationale HandelsbeschrĂ€nkungen. Die politischen Rahmenbedingungen und der Green Deal der EuropĂ€ischen Union geben Hoffnung auf eine nachhaltige MobilitĂ€tswende. Die Covid-19-Pandemie hat die Branche 2020 vor weitere Herausforderungen gestellt.

Impulsgeber fĂŒr den Industriestandort 
Eine aktuelle Analyse des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) zeigt, wie stark die österreichische Industrie mit dem automotiven Sektor verbunden ist. Die  900 Betriebe sind zur GĂ€nze oder teilweise in der Automotiven Zulieferindustrie tĂ€tig. Sie erwirtschafteten im Jahr 2019 einen Produktionswert von 25,2 Milliarden Euro (Prognose auf Basis der WIFO-Konjunkturprognose) und eine Wertschöpfung von 7,4 Milliarden Euro. Aus diesen Eckdaten hat das IWI gesamtwirtschaftliche Effekte errechnet.
Die Ergebnisse zeigen, dass der im Jahr 2019 erzielte Produktionswert gesamtwirtschaftliche Effekte von rund 42,8 Milliarden Euro ausgelöst hat. Die erzielte Branchen-Wertschöpfung löste eine gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung von rund 19 Milliarden Euro aus und ist damit mehr als doppelt so hoch. Studienautor Herwig Schneider vom IWI: „Jeder von der Automotiven Zulieferindustrie erwirtschaftete Euro an Wertschöpfung bringt dem Standort doppelt so viel und jeder Arbeitsplatz in dieser Branche sichert indirekt fast zwei weitere Jobs. Die Automotive Zulieferindustrie ist damit einer der zentralen Impulsgeber fĂŒr den Industriestandort Österreich.“ 

Vernetzung der Automotiven Zulieferindustrie
Aufgrund der intensiven Vernetzung, die sich ĂŒber die Unternehmensgrenzen hinweg erstreckt, stellen die exportintensiven Automotive-Unternehmen einen der Motoren der österreichischen Exportwirtschaft dar. Ein Blick auf die Kundenstruktur der Automotiven Zulieferer zeigt, dass die meisten österreichischen Unternehmen (74 %) auf der Tier-2-Ebene tĂ€tig sind und an Tier-1 liefern. Ein Ă€hnlich großer Teil (61 %) beliefert direkt den OEM-Bereich und ist damit dem Tier-1 Bereich zuzuordnen. Die Internationalisierung und die globalen Wertschöpfungssysteme der Automotiven veranlassen Zulieferer zunehmend, rasch und flexibel auf BedĂŒrfnisse ihrer Kunden (Produzenten) einzugehen. 

ExportaktivitÀten der Automotiven Zulieferer
Die Automotiven Zulieferunternehmen reprĂ€sentieren seit Jahren eine sehr exportstarke Industrie. Exportintensive Automotive Zulieferbetriebe weisen Exportquoten von durchschnittlich ĂŒber 80 % auf, rund ein Viertel davon sogar ĂŒber 90 %. Zu den HauptmĂ€rkten der heimischen Zulieferbetriebe zĂ€hlen vor allem Zentral- und Westeuropa, wobei 70 % der Zulieferbetriebe in diesen MĂ€rkten ihre Kunden haben. 50 % sind in SĂŒd- und Osteuropa tĂ€tig und 35 % haben MĂ€rkte in Ostasien.
Patrick Sagmeister, AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA: „Betrachtet man die exportintensivsten Unternehmen, also jene Unternehmen, die mehr als 80 % ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaften, zeigt sich, dass diese einen beachtlichen Anteil an der österreichischen Wirtschaftsleistung haben. Diese 182 ĂŒberdurchschnittlich exportintensiven Unternehmen erwirtschaften einen Produktionswert von 14,5 Mrd. EUR und beschĂ€ftigen rund 41.000 MitarbeiterInnen.“

TechnologieneutralitĂ€t als einziger SchlĂŒssel zur nachhaltigen MobilitĂ€t
Die politische Diskussion prognostiziert vermehrt das Ende des Verbrennungsmotors. Dies ist jedoch nicht zu Ende gedacht. Aktuell wird der politische Fokus, mit knappen Übergangsregelungen, rein auf ElektromobilitĂ€t gelegt. Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen stellt die Automobilindustrie und ihre Zulieferer vor tiefgreifende VerĂ€nderungen, die fĂŒr viele Unternehmen von substanziellem Charakter sind - sowohl in technologischer Hinsicht als auch im Hinblick auf GeschĂ€ftsmodelle.
Der Anwendungsbereich der Wasserstofftechnologie in der heimischen Wirtschaft nimmt jedoch zunehmend eine wichtige Rolle ein. Neben der weitgehend klimaneutralen Antriebstechnologie wird positiv bewertet, dass Wasserstoff eine Erweiterung bzw. Alternative zu rein elektrischen (batteriebasierten) Lösungen ist. Anwendungsbereiche stellen neben dem Personenverkehr, v.a. der (Fern-)GĂŒterverkehr, Last- und Schwertransporte dar. Von den in der Studie identifizierten 180 Unternehmen mit Konnex zu Wasserstofftechnologien sind 97 in der Anwendung tĂ€tig. Beinahe die HĂ€lfte (49 %) aller befragten Unternehmen gibt an, die Relevanz des Themas Wasserstofftechnologien fĂŒr zukĂŒnftige AktivitĂ€ten zu prĂŒfen.
Dietmar SchĂ€fer, Vorsitzender der ARGE Automotive Zulieferindustrie, meint dazu: „Die Treiber der gegenwĂ€rtigen Marktentwicklung in der ElektromobilitĂ€t sind vor allem politisch und weniger ökonomisch motiviert. FĂŒr nachhaltige Lösungen mĂŒssen politische Rahmenbedingungen fĂŒr Verbrennungsmotoren mit klimaneutralen synthetischen Kraftstoffen geschaffen werden. Nur eine Kombination aus E-MobilitĂ€t, E-Fuels und Wasserstoff kann, unter BerĂŒcksichtigung der Klimaziele, die MobilitĂ€tsbedĂŒrfnisse in Einklang bringen.“

Über die ARGE Automotive 
Die ARGE Automotive Zulieferindustrie ist die österreichweite Branchenvertretung fĂŒr die rund 900 in der WKO vertretenen Unternehmen aus dem automotiven Wertschöpfungsbereich und vereinigt somit alle wesentlichen Player dieses Sektors unter ihrem Dach. TrĂ€gerorganisationen sind die WKO, vertreten durch die Bundessparte Industrie, und die AWO/Außenwirtschaft Österreich sowie sechs Industrie-FachverbĂ€nde (FV-NE-Metall, FV Bergwerke & Stahl, FV Metalltechnische Industrie, FV Chemische Industrie, FV Elektro- und Elektronikindustrie und FV Textil-, Bekleidungs-, Schuh- und Lederindustrie), die Kraftfahrzeugzulieferbetriebe zu ihren Mitgliedern zĂ€hlen. Oberstes Ziel ist, eine verbesserte öffentliche Wahrnehmung der Autozulieferbetriebe zu schaffen, um die industriepolitischen Rahmenbedingungen zu optimieren. Durch die Integration in die WKO ist auch fĂŒr eine optimale Koordination insbesondere mit dem Fachverband der Fahrzeugindustrie als Interessenvertretung der Herstellerseite bestens vorgesorgt. 

RĂŒckfragehinweis 
ARGE Automotive Zulieferindustrie 
Vorsitzender Dipl.Ing. Dietmar SchĂ€fer 
GF Clemens Zinkl, BSc 
A-1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63 
Telefon: +43 (0)5 90 900 3465 
Email: autozulieferer@fmti.at 


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Presseinformation_8.07.2021
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PK Automotive Studie
pdf: Internationalisierung der Automotiven Zulieferindustrie Österreich
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Vorsitzender

DI Dietmar SchÀfer
DI Dietmar SchÀfer

GeschĂ€ftsfĂŒhrer

Clemens Zinkl, BSc
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Fax: +43 (0)1 505 10 20

E-Mail: autozulieferer@fmti.at

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