Presseinformationen

Einigung: KV-Abschluss Metalltechnische Industrie

Im Schnitt plus 3,46 % Lohn- und Gehaltserhöhungen, Verbesserungen für Lehrlinge und bei Überstundenzuschlägen

(Wien, 18.11.2018) In der siebenten Verhandlungsrunde konnten sich der Fachverband Metalltechnische Industrie und die Gewerkschaften auf einen Kollektivvertragsabschluss einigen. Die Löhne und Gehälter in der Metalltechnischen Industrie werden demnach rückwirkend per 1.11.2018 um durchschnittlich 3,46 % erhöht. Darüber hinaus kommt es für die rund 130.000 Beschäftigten der Metalltechnischen Industrie zu einigen Änderungen im Rahmenrecht. Die wichtigsten Punkte dazu:

  • Lohn- und Gehaltserhöhungen rückwirkend ab 1.11. je nach Beschäftigungsgruppe zwischen 3,0 % und 3,6 %, durchschnittlich 3,46 %. Die Mindesterhöhung beträgt 80,- Euro.
  • Die Lehrlingsentschädigungen werden deutlich erhöht, um die Attraktivität der Lehre weiter zu stärken.
  • Im Schichtbetrieb werden die Nachtzulagen − über vier Jahre verteilt − ebenfalls deutlich erhöht.
  • Die 11. und 12. Stunde, sofern sie Überstunden sind, werden zukünftig mit 100 % Zuschlag bezahlt; ab der 51. bis zur 60. Stunde pro Woche kommt der Zuschlag für Überstunden ebenso zur Anwendung.
  • Vor der 11. Arbeitsstunde gibt es eine bezahlte Pause von 10 Minuten, innerbetriebliche Regelungen sind anzurechnen.
  • Gleitzeit: Zeitguthaben können auch in Form von ganzen Tagen (maximal 3 Tage pro Halbjahr) verbraucht werden; ausgenommen davon sind All-In-Verträge und Überstundenpauschalen.
  • Das bereits bewährte Zeitkontenmodell wurde unbefristet verlängert und ist damit nun Dauerrecht im Kollektivertrag der Metalltechnischen Industrie.

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Dieses Paket ist eine Anerkennung für die Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie erhalten damit bei einer aktuellen Inflationsrate von rund 2 % einen deutlichen Reallohnzuwachs, das haben wir auch von Beginn an garantiert. Der Abschluss liegt angesichts der sich eintrübenden Konjunkturprognosen am oberen Limit.“

Die Arbeitskosten spielen in der Metalltechnischen Industrie eine zentrale Rolle, da 8 von 10 Euro im Export verdient werden. Knill: „Wir haben heute die gute aktuelle Konjunktur berücksichtigt, aber auch eine Vorleistung für 2019 erbracht. Es liegt jetzt auch an der Bundesregierung dafür zu sorgen, dass die Arbeitskosten nicht weiter steigen und die Konkurrenzfähigkeit unserer Unternehmen am Weltmarkt erhalten bleibt. Dazu braucht es eine deutliche Entlastung bei den Lohnnebenkosten und eine Lösung bei der kalten Progression, damit die Lohnspirale gestoppt wird und den Beschäftigten mehr bleibt.“

Knill abschließend: „Die diesjährigen KV-Verhandlungen waren extrem schwierig und überschattet von der politischen Agenda der Gewerkschaften. Durch die unrealistisch hohen Forderungen und die bereits im Vorfeld angekündigte Eskalation hat sich der Abschluss sehr verzögert. Umso wichtiger wird es sein, sich mit Zukunftsthemen des Standortes zu beschäftigen und das Thema KV 4.0 weiterzutreiben. Wir müssen hier in einen anderen Kooperationsmodus kommen.“

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

Rückfragehinweis
Fachverband Metalltechnische Industrie
Dr. Berndt-Thomas Krafft
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
+43 (0)5 90900-3482
office@fmti.atwww.metalltechnischeindustrie.at

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KV-Runde für die Metalltechnische Industrie unterbrochen

Deutliche Annäherung, aber noch keine Einigung; kommenden Sonntag wird weiterverhandelt

(Wien, 16.11.2018) Die sechste Verhandlungsrunde für die Metalltechnische Industrie wurde Freitagfrüh vorläufig unterbrochen. Es gab bis dahin wesentliche Annäherungen sowohl beim Rahmenrecht, etwa bei den Überstundenzuschlägen, als auch beim Prozentsatz der Lohn- und Gehaltserhöhungen. Allerdings konnte bislang noch keine endgültige Lösung erzielt werden. Die Verhandlungen wurden daher unterbrochen und werden am kommenden Sonntag fortge-setzt.

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Wir sind heute große Schritte weitergekommen, aber es hat noch nicht ganz für einen Abschluss gereicht. Da wir ein sehr komplexes und umfangreiches Gesamtpaket verhandeln, müssen wir vor allem die möglichen Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe im Auge behalten. Wir sind zuversichtlich, dass wir am Sonntag zu einem Abschluss kommen können.“

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Presseaussendung 16.11.2018.pdf [161 KB]

Gewerkschaften bringen KV-Verhandlungen zum Scheitern

Metalltechnische Industrie war bereit, Löhne und Gehälter um 2,7 % zu erhöhen,
Gesamtpaket lag bei über 3 %

  • Angebot der Arbeitgeber von 2,7 % Lohn- und Gehaltserhöhungen würde deutlichen Reallohnzuwachs bringen
  • Klare Zugeständnisse waren auch im Rahmenrecht möglich, das Gesamtpaket wäre damit über 3 % gelegen
  • KV gilt auch ohne Einigung vollinhaltlich weiter
  • Allfällige Kampfmaßnahmen oder Streiks haben keine glaubwürdige Begründung
  • Gewerkschaften spielen sich selbst ins Abseits: Verweigerungshaltung offenbarr ein politisch motiviert und verantwortungslos

(Wien, 9. November 2018) Auch die fünfte Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie brachte keine Einigung. Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Wir haben heute einen wirklich fairen Vor-schlag vorgelegt und waren bereit, die Löhne und Gehälter in unserer Branche rückwirkend ab 1. November um 2,7 % zu erhöhen. Außerdem haben wir in intensiven, und aus unserer Sicht auch sehr konstruktiven, Gesprächen deutliche Verbesserungen im Rahmen-recht besprochen. Damit wäre das Gesamtangebot mehr als 3 Prozent wert gewesen. Die Gewerkschaften haben trotzdem das Gespräch unerwartet abgebrochen. Sie legen es of-fenbar ausschließlich darauf an, ihre geplante Kampagne öffentlichkeitswirksam umzusetzen. Dafür sind wir aber nicht zu haben.“

Die Regelungen und die Geltung des Kollektivvertrags bleiben auch ohne Einigung vollinhaltlich bestehen. Sollten die Gewerkschaften nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren und stattdessen Kampfmaßnahmen ansetzen, denkt der Fachverband daran, den Mitgliedsbetrieben in den nächsten Tagen zu empfehlen, freiwillige Erhöhungen der Löhne und Gehälter in Höhe von 2,7 % rückwirkend per 1.11. durchzuführen.

Christian Knill: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten von uns heuer in je-dem Fall eine faire Lohn- und Gehaltserhöhung mit einem echten Reallohngewinn, das haben sie sich verdient. Wenn die Gewerkschaften die KV-Partnerschaft nicht ernst nehmen, müssen wir selbst aktiv werden. Damit zeigen wir echte Verantwortung für die Beschäftigten und den Standort.“

Gewerkschaften spielen sich ins Abseits

Die Gewerkschaften haben schon seit Wochen Kampfmaßnahmen angekündigt. Dazu meint Christian Knill: „Die Gewerkschaften spielen sich damit selbst ins Abseits. Sie ha-ben es offenbar von Anfang an auf Eskalation angelegt. Der heutige Abbruch der Gewerk-schaften schadet allen“, so Knill.

Nimmt man die realen Wirtschaftsdaten (Wachstum, Inflation, Branchenentwicklung und Produktivität), dann lag das Angebot sachlich genau richtig und deckte den gesamten Produktivitätsfortschritt ab. Die Gewerkschaften erweisen sich im Moment als nicht ein-schätzbarer Verhandlungspartner und verweigern sich einer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung.

Ein weiterer Verhandlungstermin ist derzeit nicht geplant, „die Arbeitgeberseite steht aber jederzeit für weitere Verhandlungen zur Verfügung“, so Knill abschließend.

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Weiter keine Einigung bei KV-Verhandlungen

Metalltechnische Industrie bedauert Abbruch der Verhandlungen durch die Gewerkschaften

  • Arbeitgeber stellten Inflationsrate von 2,02 % außer Streit 
  • Verweigerungshaltung der Gewerkschaften offenbar politisch motiviert und wenig verantwortungsbewusst

(Wien, 20. Oktober 2018) Auch die vierte Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie brachte keine Einigung. Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Wir haben heute einen fairen Vorschlag vorgelegt und sind be-reit, die Löhne und Gehälter in unserer Branche in jedem Fall über der Inflation zu erhöhen. Und wir haben intensiv über Möglichkeiten im Rahmenrecht diskutiert. Die Gewerkschaften haben unser Angebot trotzdem zur Gänze abgelehnt und legen es offenbar ausschließlich darauf an, eine öffentlichkeitswirksame Kampagne umzusetzen.“

Knill weiter: „Wir waren heute abschlussbereit. Niemand, der auch nur ansatzweise Wirt-schaft versteht, kann nachvollziehen, warum die Gewerkschaften alle Vorschläge blockieren: Sie wollen nicht über die Zukunft reden, den KV nicht modernisieren und die unzeitgemäße Differenzierung von Arbeitern und Angestellten nicht aufheben. Sie wollen keinen fairen Abschluss und keine längeren Laufzeiten. Was sie offensichtlich ausschließlich wollen ist, Mit-glieder zu gewinnen und Parteipolitik zu betreiben. Sie erweisen sich damit lediglich als Blockierer auf dem Rücken der Beschäftigten und verweigern sich einer gesamtwirtschaftlichen Verantwortung.“

Offensichtlich haben die Gewerkschaften bereits vor dieser Verhandlungsrunde konkrete Be-triebsrätekonferenzen für den 25. Oktober geplant. „Es fehlt uns jedes Verständnis für eine solche Vorgangsweise. Diese Show muss ein Ende haben. Wir sind der falsche Adressat, wenn die Gewerkschaften gegen die Bundesregierung mobilisieren wollen. Unseren Mitarbeiterin-nen und Mitarbeitern geben wir allerdings eine Garantie ab: sie werden auch heuer in jedem Fall wieder eine faire Lohnerhöhung erhalten“, so Knill abschließend. 

Ein weiterer Verhandlungstermin ist aus terminlichen Gründen erst für den 8. November avisiert.

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Dritte KV-Runde ohne Ergebnis

Intensive Gespräche, aber noch keine Einigung bei den KV-Verhandlungen Metalltechnische Industrie

(Wien, 17. Oktober 2018) Auch die dritte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen für die Metalltechnische Industrie brachte Dienstagabend keine Einigung. Christian Knill, Ob-mann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Wir haben unsere Vorschläge für ei-nen KV 4.0 im Detail präsentiert und auch eine erste Einschätzung zu den Forderungen der Gewerkschaften gegeben. Die Gespräche sind sehr intensiv und werden aufgrund der Komplexität der Themen noch fortgesetzt. Leider sind die Gewerkschaften nicht zu weiteren Gesprächen über eine Modernisierung des KV bereit.“

Die nächste Verhandlungsrunde findet am Freitag, den 19. Oktober statt. 

Forderungspaket der Gewerkschaften Gift für den Standort

  • Jede über die Inflationsrate hinausgehende Erhöhung der KV-Löhne und Gehälter kann sich nur an gesamtwirtschaftlichen Parametern orientieren, und das ist die gesamtwirtschaftliche Produktivität, die derzeit bei 0,7 % liegt. Verhandelt wird der Kollektivvertrag für die Metalltechnische Industrie, Daten zu anderen Industriebranchen, wie etwa Fahrzeug- oder Stahlindustrie, spielen hier keine Rolle.
  • Die umfangreiche Forderungsliste der Gewerkschaften nach einer Arbeitszeitverkürzung ist Gift für den Standort. In Verbindung mit den gesunkenen Wachstumserwartungen für die kommenden Jahre würden diese den Betrieben hunderte Millionen kosten und tausende Arbeitsplätze vernichten. Sie sind daher verantwortungslos und nicht umsetzbar.
  • Die Novelle des Arbeitszeitgesetzes hat unmittelbar keinen Einfluss auf den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie, daher kann es auch keinerlei Gegenleistungen geben. Sollte die betriebliche Praxis ein anderes Bild ergeben, ist der Fachverband gerne bereit, dies in den nächsten Jahren zu besprechen und faire Lösungen zu finden.

Arbeitsgruppe KV 4.0 von Gewerkschaften abgelehnt

Mit großem Bedauern und Unverständnis musste das Verhandlungsteam des Fachverbands zur Kenntnis nehmen, dass von den Gewerkschaften sämtliche Vorschläge für einen KV 4.0 abgelehnt wurden. Dazu gehört etwa die Forderung nach einem mehrjährigen Ab-schluss, der Planungssicherheit für Betriebe und Beschäftigte gebracht hätte. Auch der Wunsch nach einem einheitlichen Beschäftigten-Begriff und einer Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten im KV wurde von den Gewerkschaften ohne sachliche Begründung abgelehnt. „Wo ist heute der Unterschied zwischen einer jungen Frau, die eine computergesteuerte Anlage in der Werkshalle überwacht und einem jungen Mann, der

am Computer in einem Büro sitzt und Pläne zeichnet? Warum ist sie Arbeiterin und er An-gestellter? Es gibt keinen vernünftigen Grund für diese Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Betrieben“, so Knill. Ebenso abgelehnt wurde der Vorschlag des Fachverbands nach Einrichtung einer Arbeitsgruppe KV 4.0, die außerhalb der KV-Verhandlungen in den nächsten Jahren diese Zukunftsthemen behandelt.

Christian Knill: „Es ist sehr bedauerlich, dass sich die Gewerkschaften nicht Richtung Zu-kunft bewegen wollen. Wie sollen wir uns auf die globalen Herausforderungen vorbereiten, wenn jede Veränderung sofort abgelehnt wird? Vor der Zukunft kann man sich aber nicht verstecken.“

Knill ist dennoch zuversichtlich, dass die nächste Verhandlungsrunde am kommenden Freitag zu ersten konkreten Ergebnissen, vor allem im Rahmenrecht, führen wird. „Wir sehen jedenfalls Licht am Ende des Tunnels. Für einen fairen Abschluss sind wir jederzeit zu haben, er muss aber vernünftig sein, den Standort schützen und die Arbeitsplätze sichern“, so Knill abschließend.

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Zeit für Vernunft und Augenmaß

2. Runde der KV-Verhandlungen Metalltechnische Industrie ohne Ergebnis, Datenba-sis noch offen, nächste Runde am 16. Oktober

(Wien, 2. Oktober 2018) Ohne konkretes Ergebnis endete heute die zweite Verhandlungsrunde für den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie. Christian Knill, Obmann des Fachverbands, meint dazu: „Unserem Verhandlungsteam war es heute besonders wichtig, Fakten sprechen zu lassen. Wir brauchen ein gemeinsames Verständnis über die Lage der Branche und die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Außerdem haben wir unsere Forderungen und das Konzept des KV 4.0 vorgestellt.“ 

Nachdem die Wachstumsdaten für 2017 kürzlich von der Statistik Austria nach unten revidiert wurden, sind die neuen Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute, die Ende dieser Woche präsentiert werden, von besonderer Relevanz für die KV-Verhandlungen. Auch für 2018 ist eine Korrektur der Prognosen nach unten zu erwarten. „Wir müssen auf Sicht fahren und nicht im Nebel verhandeln, daher ist es ganz zentral, wie sich die Wirtschaftsdaten entwickeln. Bevor wir diese Daten nicht kennen, haben wir keine vernünftige Basis, um über Prozente zu reden. Wir haben unsere Argumente heute und in den letzten Tagen klar dargelegt. Wir bekennen uns zu einem fairen Abschluss für unsere Beschäftigten, denn sie haben sich eine ordentliche Erhöhung verdient. Fair heißt aber auch, dass wir Betriebe nicht schwächen und damit Arbeitsplätze gefährden, das kann nicht im Sinne unserer Gesellschaft sein.“ 

Wunschliste der Gewerkschaften ist Milliarden-Belastungspaket

Die Forderungsliste der Gewerkschaften sieht Knill sehr kritisch: „Rechnet man das alles zusammen, wäre das für die 1.200 Betriebe in der Metalltechnischen Industrie eine Milliardenbelastung. Das würde unmittelbar tausende und mittelfristig zehntausende Arbeitsplätze in Frage stellen. Wir verhandeln nicht nur für die Top-Betriebe, an denen sich die Gewerkschaften orientieren, sondern für alle, viele davon familiengeführte KMU. Ich kann daher wieder nur einen Appell an die Gewerkschaften richten: Verhandeln wir mit Vernunft und Augenmaß auf Basis echter Daten, dann können wir uns rasch einigen.“ Zu dem Forderungspaket hin-sichtlich der Arbeitszeitregelungen meint Knill: „Es kann keine `Kompensation´ geben, da ja gar nicht klar ist, ob die Arbeitszeitnovelle überhaupt konkrete Auswirkungen in unseren Be-trieben haben wird. Unser KV ändert sich nicht, wir haben weiterhin den 8-Stunden-Tag und die 38,5-Stunden-Woche. Wir sollten daher erst einmal abwarten, ob sich in der betrieblichen Praxis etwas ändert, dann können wir gerne darüber reden. Jetzt im Moment ist das alles nur Fiktion.“

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Revidierte Wachstumsdaten zeigen: Gewerkschaftsforderungen sind blauäugig

KV-Abschluss 2017 in Metalltechnischer Industrie zu hoch, Reallohngewinne auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit

(Wien, 30. September 2018) Am Dienstag, dem 2. Oktober, werden die Verhandlungen für den Kollektivvertrag der Metalltechnischen Industrie fortgesetzt. Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie, sieht sich angesichts der neuen Wirtschafts- 
prognosen bestätigt: „Wir haben seit einigen Tagen den Nachweis für unsere bisherige Argumentation. Zum einen zeigen die aktuellen Prognosen für die Weltwirtschaft nach unten, vor allem in Deutschland, unserem wichtigsten Exportmarkt, sinken die Erwartungen nachhaltig. Zum anderen hat die Statistik Austria die tatsächlichen Wachstumszahlen für 2017 deutlich nach unten revidiert. Die KV-Abschlüsse der letzten Jahre sind daher offensichtlich zu hoch ausgefallen. Das müssen wir heuer korrigieren.“

Hatte das WIFO im Herbst 2017 noch ein Wachstum von 3 % prognostiziert — auf dieser Basis wurden die KV-Verhandlungen geführt —, betrug das tatsächliche Wachstum schlussendlich 
2,6 %, das ist um fast 15 % weniger als angenommen und zeigt, dass der Abschluss von 2017 mit 3 % zu hoch war. Gerade deshalb fordert der Fachverband für diese Runde eine seriöse Diskussion auf Basis gesicherter Daten.

Fakten statt Mythen

Für eine seriöse Lohnpolitik in der exportabhängigen Industrie zählen im Wesentlichen vier Faktoren: Inflation, Wachstum, die gesamtwirtschaftliche Produktivität und die Preisent- 
wicklung in den Exportmärkten. Die Fakten dazu:

  • Die Inflation lag in den letzten 12 Monaten bei rund 2,1 %, die Prognosen gehen für 2018 von rund 2 % aus.
  • Die Produktivität lag 2017 bei 1,1 % und wird durch die korrigierten Wachstumszahlen nun ebenso deutlich sinken; für 2018 sind 1,4 % Produktivität prognostiziert.
  • Aber auch diese Zahlen werden wohl nicht halten, denn laut WIFO ist der Höhepunkt des Wirtschaftswachstums bereits Ende des vergangenen Jahres überschritten worden und geht nun kontinuierlich zurück. Die aktuelle Wachstumsprognose für 2018 liegt bei 3,2 % und es ist davon auszugehen, dass auch diese Zahlen demnächst nach unten revidiert werden.
  • Andere Produktivitätszahlen für die Branche sind keine seriöse Grundlage für Lohnverhandlungen, da sie auf Basis von Umsätzen gerechnet sind. Der Umsatz ist aber kein Maßstab dafür, wie produktiv eine Branche ist. Die einzig sinnvolle Kennzahl für Lohnverhandlungen ist daher traditionell die gesamtwirtschaftliche Produktivität.

Christian Knill: „Wir müssen unsere Verhandlungen daher immer bei Null beginnen. Erst wenn wir uns auf eine seriöse Datenbasis geeinigt haben, sprechen wir über die Lohn- und Gehaltserhöhungen. Wenn man etwa die bewährte ´Benya-Formel` anlegt, die auf Inflation und gesamtwirtschaftlicher Produktivität basiert, sind wir von den geforderten 5 % meilenweit entfernt. Diese Forderung ist daher blauäugig und unseriös, sie vernichtet mittelfristig Arbeitsplätze. Wir stehen zu unserem Wort: es wird auch heuer einen fairen Abschluss geben. Aber wir akzeptieren keine rein politisch-populistischen Forderungen, dafür sehen wir uns nicht als Ansprechpartner.“

Kaufkraftwünsche und Arbeitszeitgesetz richtig adressieren

Zu den in den letzten Tagen medial vorgebrachten Wünschen und Einschätzungen der Bundesregierung

und des Nationalbank-Gouverneurs meint Knill: „Die Metalltechnische Industrie hat die vergangenen Jahre immer klare Reallohngewinne für die Beschäftigten ermöglicht. Daher können wir diesen Wunsch für unsere Branche nicht nachvollziehen. Dass die Kaufkraft der Menschen leidet, liegt vor allem an der hohen Steuerlast in Österreich, hier muss die Bundesregierung selbst liefern. Das den Unternehmen umzuhängen wäre fahrlässig, schadet der Wettbewerbsfähigkeit und gefährdet Arbeitsplätze.“ Zu den Einschätzungen des Nationalbank- Gouverneurs meint Knill: „Es ist sehr befremdlich, dass sich die Nationalbank hier einmischt, wir haben das auch deponiert. Seine Beurteilung ist für uns außerdem nicht nachvollziehbar, denn bislang hat auch die Nationalbank nicht Inflation und Wachstum addiert, sondern die Produktivität der Gesamtwirtschaft im Auge gehabt. Diese Aussage scheint uns ebenso politisch und nicht ökonomisch begründet.“

Die Zukunft liegt im KV 4.0

Die Metalltechnische Industrie hat mit dem Konzept des KV 4.0 einen Vorschlag entwickelt, der die Zukunft der Branche entscheidend prägen kann. Christian Knill: „Wir sollten uns mit Themen beschäftigen, die wirklich relevant sind, anstatt die KV-Verhandlungen als eine politische Bühne für Stellvertreter-Konflikte zu missbrauchen. Daher sage ich nochmals ganz klar: das neue Arbeitszeitgesetz hat keinen Einfluss auf den Kollektivertrag der Metalltechnischen Industrie, wir haben mit dem Zeitkontenmodell bereits eine gute Lösung umgesetzt. Wir haben den 8-Stunden Tag und die 38,5-Stunden-Woche mit der Möglichkeit, länger zu arbeiten, wenn Arbeit da ist, freiwillig und mit sehr hohen Zuschlägen. Das funktioniert gut und soll auch so bleiben. Wir lehnen Forderungen nach einer Arbeitszeitverkürzung, wie immer sie auch formuliert sind, entschieden ab, denn das wäre ein großer Schaden für den Standort und damit für alle Österreicherinnen und Österreicher.“

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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KV-Forderungen der Gewerkschaften nicht nachvollziehbar

Fachverband Metalltechnische Industrie setzt auf KV 4.0

(Wien, 20. September 2018) Die von den Gewerkschaften heute präsentierten Forderungen sind für den Obmann des Fachverbandes Metalltechnische Industrie, Christian Knill, „nicht nachvollziehbar. Die genannte Prozentzahl basiert nicht auf sachlichen Grundlagen und Daten. Wir beginnen die Verhandlungen immer bei Null, denn zuerst müssen wir uns auf eine seriöse Datenbasis verständigen. Die wesentlichen Faktoren dafür sind die Branchenentwicklung, die internationale Preisentwicklung, die gesamtwirtschaftliche Produktivität sowie die Inflation, auch die in den europäischen Mittbewerbsländern.“

Knill betont außerdem: „Unser Ziel ist ein fairer und vernünftiger Abschluss für beide Seiten. Wir wollen mit den KV-Verhandlungen eine Win-win-Situation und das Beste für die 1.200 Betriebe und 130.000 MitarbeiterInnen schaffen. Dafür brauchen wir aber seriöse und vernünftige Verhandlungen. Wir sind der falsche Adressat, wenn die Gewerkschaften mit der Bundesregierung und dem neuen Arbeitszeitgesetz unzufrieden sind. Wir brauchen ein Bekenntnis der Gewerk-schaften, dass es um den Standort, die Betriebe und Beschäftigen geht, das heißt eine gesamt-wirtschaftliche Verantwortung. Nur erfolgreiche Betriebe können gute Gehälter zahlen und Arbeitsplätze schaffen. Dass die Gewerkschaften bereits vor Verhandlungsbeginn vorsorglich Streikbeschlüsse gefasst haben, ist einmalig und leider ein Zeichen dafür, dass sie diese Verantwortung nicht ernst nehmen.“

KV 4.0 – Der Mensch im Mittelpunkt

Die Metalltechnische Industrie hat heute auch einen Forderungskatalog vorgelegt. Das Konzept des KV 4.0 ist zukunftsorientiert und beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Branche, etwa Digitalisierung und Automation. Der KV 4.0 basiert auf folgenden Prinzipien:

  • Er muss fair und transparent sein – also auf einer sachlichen und professionellen Datenanalyse basieren.
  • Er muss planbar sein – die Unternehmen brauchen Planungssicherheit, ein mehrjähriger Abschluss schafft diese Sicherheit.
  • Er muss einfach sein – der KV muss flexibler werden und einfacher, etwa durch eine deutliche Reduktion der Regelungen, ein einheitlicher Beschäftigten-KV sollte die nicht mehr zeitgemäße Trennung zwischen Arbeitern und Angestellten ersetzen.
  • Er muss zukunftsorientiert sein – die Herausforderungen der Zukunft verlangen neue Modelle, etwa für eine Jahresarbeitszeit oder die leichtere Beschäftigung von über 50-Jährigen.

„Bevor wir über Prozente reden, müssen wir also über ein zeitgemäßes KV Verständnis reden. Dafür werden wir uns Zeit nehmen, denn wir wollen ein faires Ergebnis und einen modernen KV für die MitarbeiterInnen unserer Branche“, so Knill abschließend.

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Appell an Wimmer und Katzian: KV-Kultur nicht gefährden

Falschinformationen, Drohungen und Populismus schaden allen und gefährden Wachstum und sichere Arbeitsplätze

(Wien, 17. September 2018) In den letzten Tagen tätigten die Spitzenfunktionäre der Gewerk-schaften, ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian und PRO-GE Vorsitzender Rainer Wimmer, Aussagen, die inhaltlich falsch, absichtlich missinterpretiert und darüber hinaus in der erfolgreichen sozial-partnerschaftlichen Entwicklung der zweiten Republik einzigartige Rückschritte darstellen.

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Herr Wimmer hat uns in einem Interview mit der Wiener Zeitung unterstellt, mit unseren Daten zu `schwindeln´. Das ist ein schwerer Untergriff und eine Falschinformation. Er untergräbt mit solchen Aussagen die vertrauensvolle Basis, auf der wir bisher immer verhandelt haben. Er meint es müsse heuer `klingeln´, wenn er aber weiter so populistisch agiert, wird er zwar Schlagzeilen produzieren, aber es wird ihm niemand die Türe öffnen.“

Im Trend spricht ÖGB-Präsident Katzian davon, dass er sich nicht mehr an eine gesamtwirtschaftliche Verantwortung gebunden fühlt, da die Gewerkschaft bei der Nationalbank „hinausgeflogen“ sei. „Das ist eine unglaublich abstruse Argumentation. Wenn Posten für die SPÖ-Gewerkschafter verloren gehen, dann fühlen sie sich nicht mehr für den Standort verantwortlich? Damit gibt die Gewerkschaft aus machtpolitischem Kalkül ihre verantwortungsvolle Rolle auf. Auf dieser Basis sind vernünftige und seriöse Verhandlungen schwer vorstellbar“, befürchtet Knill.

Hier nochmals die Fakten, an denen sich auch durch die Verdrehungen der Gewerkschaften nichts ändert: 

  • Die Metalltechnische Industrie hat sich in den letzten eineinhalb Jahren positiv entwi-ckelt. Der Produktionswert stieg im Jahr 2017 um 4,7 %, in den ersten sechs Monaten 2018 betrug der Zuwachs rund 3 %, das ist solide, aber kein Höhenflug. Von einem zweistelligen Umsatzwachstum, wie die Arbeiterkammer behauptet, kann also gar keine Rede sein.
  • Die zentrale Wachstumsstütze ist mehr denn je der Export. Fast 80 % der Produktion geht ins Ausland, die Hauptmärkte sind Deutschland, USA und Frankreich, die für zwei Drittel der Exporte stehen. Die großen internationalen Risiken müssen bei den KV-Runden be-achtet werden.
  • Die Inflation lag in den letzten Monaten bei durchschnittlich knapp 2 %.
  • Die gesamtwirtschaftliche Produktivität lag zuletzt zwischen 1,1 % (2017) und 1,4 % (WIFO Schätzung für 2018). Diese Maßeinheit ist seit Jahrzehnten traditionell die Basis für die Lohnverhandlungen in der Metalltechnischen Industrie, da diese auch für alle an-deren Branchen als Benchmark gelten. In der Metalltechnischen Industrie gibt es lediglich für einzelne Teilbereiche Statistiken zur Umsatzproduktivität, etwa Metallware oder Maschinenbau, diese sind aber nicht repräsentativ für die ge-samte Brache und unterliegen darüber hinaus einer großen Volatilität. Hätte man sie in den letzten Jahren als Basis herangezogen, so hätte es etliche Jahre Minus-Abschlüsse geben müssen. Sie sind also kein tauglicher Parameter für die 1.200 Betriebe der Metall-technischen Industrie. „Hier verwechselt Herr Wimmer offensichtlich die Bedeutungen von Umsatz, Wertschöpfung und Gewinn“, meint Christian Knill.
  • Die Zusammenarbeit in den Betrieben zwischen Beschäftigen und Geschäftsführung läuft in der Regel fair und partnerschaftlich. Gerade deshalb, ist diese Branche so erfolgreich, sie zahlt hervorragend und schafft laufend neue Arbeitsplätze.
  • Das neue Arbeitszeitgesetz greift nicht in den bestehenden KV ein. Alle Regelungen bleiben aufrecht. Die Metalltechnische Industrie ist der falsche Adressat für die politische Kampagne der Gewerkschaften gegen die Bundesregierung.

Christian Knill appelliert: „Lieber Herr Katzian, lieber Herr Wimmer, wachen Sie auf! Stoppen Sie die Verbreitung von Falschinformationen und Unterstellungen. Opfern Sie nicht die gute sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit auf KV-Ebene auf dem Altar ihrer parteipolitischen Interes-sen! Lassen Sie uns auf einer seriösen Basis verhandeln, vernünftig, auf Augenhöhe und ohne populistische Kampagnen. Nur so erzielen wir Lösungen, die allen etwas bringen.“

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

Rückfragehinweis:
Fachverband Metalltechnische Industrie
Dr. Berndt-Thomas Krafft
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
+43 (0)5 90900-3482
office@fmti.at, www.metalltechnischeindustrie.at

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Es ist Zeit für ein neues KV-Konzept

Daten und Fakten zum Start der Kollektivvertragsverhandlungen Metalltechnische Industrie 

  • KV-Verhandlungen der Metalltechnischen Industrie starten am 20. September
  • Branche entwickelte sich 2017 und 2018 positiv, Wachstum trübt sich ein, Risiken steigen
  • KV 4.0: Beschäftigte und Betriebe im Mittelpunkt, kein Platz für Politik 
  • Aufruf an Gewerkschaften: mit Vernunft und Seriosität an Lösungen arbeiten, Drohgebärden und Feindseligkeiten schaffen nur Verlierer auf allen Seiten

(Wien, 11. September 2018) Die Metalltechnische Industrie hat in sich in den letzten eineinhalb Jahren positiv entwickelt. Der Produktionswert stieg im Jahr 2017 um 4,7 %, in den ersten sechs Monaten 2018 betrug der Zuwachs rund 3 %, das ist solide, aber kein Höhenflug. Die zentrale Wachstumsstütze ist mehr denn je der Export. Fast 80 % der Produktion gehen ins Ausland, die Hauptmärkte sind Deutschland, USA und Frankreich, die für zwei Drittel der Exporte stehen. 

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Zwei Trends der letzten Monate setzen sich fort: Das Wachstum in unserer Branche ist noch intakt, die Auftragsbestände sichern zumindest die nächsten Monate ab. Auf der anderen Seite verstärken sich die Hinweise auf eine Konjunkturabkühlung. Besonders in Deutschland, unserem wichtigsten Handelspartner, stehen die Zeichen auf Abschwung. Der globale Trend zum Protektionismus ist zusätzlich eine große Gefahr für uns.“ Der Branche geht es im Moment also gut, allerdings schreibt immer noch jeder fünfte Betrieb Verluste. „Wir müssen bei den KV-Verhandlungen auf alle Betriebe schauen und nicht nur auf die Bestperformer“, betont Knill die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung der Lage.

Parameter der Lohnfindung seriös und transparent diskutieren

Für die kommenden Verhandlungen wünscht sich Knill daher eine seriöse und vernünftige Diskussion auf Basis einer fundierten und transparenten Datenbasis. „Die Lohnverhandlungen basieren im Wesentlichen auf folgenden Faktoren: der spezifischen Entwicklung unserer Branche, der gesamtwirtschaftlichen Produktivität, der Inflation und der Preisentwicklung auf den Exportmärkten“, so Knill. Die aktuellen Wirtschaftsdaten gehen für 2018 von einem Produktivitätszuwachs von rund 1,4 % aus, die Inflation liegt im Schnitt bei 2 % und ist damit im europäischen Vergleich zu hoch, was vor allem an hausgemachten Faktoren liegt.

Gewerkschaftliche Drohgebärden im Vorfeld unseriös

Christian Knill sieht in den Drohgebärden und Feindseligkeiten der Gewerkschaftsfunktionäre gegenüber einer pauschal diffamierten Industrie eine Gefahr für die Entwicklung der Branche. „Die Betriebe und Beschäftigten der Metalltechnischen Industrie arbeiten großartig zusammen und sollen ihren Erfolgslauf fortsetzen. Die KV-Verhandlungen sind nicht der richtige Ort, um Unzufriedenheiten mit der aktuellen Bundespolitik, etwa beim Arbeitszeitgesetz, zu demonstrieren. Da sind wir der falsche Adressat. Wir verhandeln für einen wettbewerbsfähigen Produktionsstandort mit erfolgreichen Unternehmen und erfolgreichen MitarbeiterInnen“, so Knill. Es sollte vielmehr darum gehen, ausgehend von einer seriösen Datenbasis vernünftige Lösungen zu entwickeln, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen. „Ein erfolgreiches Unternehmen kann gute Löhne zahlen, ein nicht erfolgreiches Unternehmen kann das nicht. Wir müssen daher alles tun, um die Unternehmen zu stärken“, fordert Knill und ergänzt: „Die Reform des Arbeitszeitgesetzes war wichtig und notwendig für den gesamten Standort. Sie hat allerdings kaum Auswirkung auf unseren Kollektivvertrag und greift nicht in die bestehenden Regelungen ein. Wir haben gemeinsam sehr vernünftige Lösungen entwickelt, etwa mit dem Zeitkontenmodell, und sehen daher wenig Handlungsbedarf beim Thema Arbeitszeit.“ Viel wichtiger ist für ihn ein neues Modell für den Kollektivvertrag der Zukunft.

Den Menschen in den Mittelpunkt: das Konzept des KV 4.0

Der Fachverband Metalltechnische Industrie wird daher die kommenden KV-Verhandlungen unter das Motto „KV 4.0“ stellen. „Unsere Arbeitswelt verändert sich rasant, laufend entstehen neue Berufsbilder und die Digitalisierung stellt uns vor enorme Herausforderungen. Die Lebensarbeitszeiten werden sich ändern, Aus- und Fortbildung wird noch viel mehr an Bedeutung erlangen und die Betriebe müssen langfristiger planen können. Es ist hoch an der Zeit, den Kollektivertrag zu entrümpeln und auf die Zukunft auszurichten“, so Knill. „Der KV 4.0 muss diese Themen abdecken, beweglicher und einfacher werden, die Lohnfindung muss fair, planbar und auf einer transparenten Datenbasis geschehen. Wir stellen die Menschen in den Mittelpunkt und nicht die Bürokratie.“

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“. Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2017 einen Produktionswert von rund 37 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

Rückfragehinweis:
Fachverband Metalltechnische Industrie
Dr. Berndt-Thomas Krafft
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
+43 (0)5 90900-3482
office@fmti.at, www.metalltechnischeindustrie.at

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