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Metalltechnische Industrie Logo

Daten und Fakten

Aktuelle Daten zur Branche

Die Branche im Überblick

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stĂ€rkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das RĂŒckgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelstĂ€ndisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist fĂŒr ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind WeltmarkfĂŒhrer in ihrem Bereich, sogenannte „Hidden Champions“.
Die Metalltechnische Industrie beschĂ€ftigt direkt rund 137.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 ArbeitsplĂ€tze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2021 einen Produktionswert von rund 43,8 Milliarden Euro.

Die Metalltechnischen Industrie gehört zu den bestzahlenden Branchen, das monatliche Durchschnittsgehalt betrĂ€gt 4.700 Euro, der Durchschnittslohn 3.350 Euro und der Mindestlohn liegt bei 2089,87 Euro. Die realen Löhne und GehĂ€lter in der Branche liegen im Schnitt zwischen 12 % und 28 % ĂŒber KV. Die BeschĂ€ftigten der Metalltechnischen Industrie konnten in den vergangenen Jahren regelmĂ€ĂŸig Reallohngewinne erzielen.

Wirtschaftliche Eckdaten und Herausforderungen

  • Im Jahr 2020 verzeichnete die Metalltechnische Industrie aufgrund der Corona-Pandemie einen RĂŒckgang in der Produktion von 9,6 %, das entspricht einem Produktionswert von rund 3,6 Milliarden Euro.
     
  • Im Jahr 2021 erzielte die Metalltechnische Industrie einen Produktionswert von 43,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das zwar ein Plus von 18 % (preisbereinigt), die reine Produktionsmenge ist aber laut den Unternehmen jedoch nur um rund 10 % gewachsen. Den Unterschied machen die enormen Preissteigerungen, die auch den Produktionswert in die Höhe treiben. So sind etwa die Stahlpreise in den letzten beiden Jahren um 108 % gestiegen. Die Unternehmen können die Preissteigerungen bei den Vormaterialien aber nur zu einem Teil weitergeben.
     
  • In den ersten fĂŒnf Monaten 2022 liegt die Produktion mit rund 8,8 % im Plus, allerdings zeigen alle Daten in Richtung Abschwung in den nĂ€chsten Monaten. Eine deutliche Mehrheit (59 %) der Unternehmen der Metalltechnischen Industrie hĂ€lt in den nĂ€chsten Monaten einen substanziellen Einbruch fĂŒr wahrscheinlich oder sogar sehr wahrscheinlich. FĂŒr das Gesamtjahr 2022 erwarten die Unternehmen im Schnitt ein Plus von rund 5 %, jedes vierte Unternehmen rechnet allerdings mit einem RĂŒckgang der Produktion. Bereits 60 % der Unternehmen sind laut unserer Blitzbefragung bereits jetzt von einem RĂŒckgang der Nachfrage betroffen. 
     
  • Fast jedes dritte Unternehmen erwartet heuer ein negatives Ergebnis (Ebit). Laut einer aktuellen Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben lassen steigende Kosten die Margen sinken. Das Ebit 2022 wird im Schnitt mit 2,2 % deutlich niedriger sein als noch vor der Corona Krise (5,7 % im Jahr 2019). FĂŒr 82 % der Unternehmen stellen steigende Vormaterialpreise, fĂŒr 67 % VerfĂŒgbarkeiten und fĂŒr 70 % der FachkrĂ€ftemangel eine primĂ€re Herausforderung dar.
     
  • Mehr als 85 % der Betriebe sind Familienbetriebe und mittelstĂ€ndisch strukturiert. Entsprechend heterogen ist auch ihre wirtschaftliche Entwicklung, dies gilt es in KV-Verhandlungen zu berĂŒcksichtigen.
     
  • Österreichs Gesamtwirtschaft wird nach den dramatischen EinbrĂŒchen in der Corona-Pandemie auch heuer voraussichtlich noch ein Wachstum erzielen. Allerdings entwickeln sich die Prognosen aufgrund der geopolitischen Verwerfungen negativ. Das Industriewachstum ist deutlich geringer als das der Gesamtwirtschaft, wird 2022 laut WIFO bei rund 2 % liegen und im nĂ€chsten Jahr Richtung Null gehen. Das Industriewachstum ist deutlich geringer als das der Gesamtwirtschaft, wird 2022 laut WIFO bei rund 2 % liegen und im nĂ€chsten Jahr Richtung Null gehen. Die gesamtwirtschaftliche ProduktivitĂ€t lag 2021 bei Minus 0,3 %, fĂŒr 2022 wird ein geringes Plus von 0,3 % prognostiziert.
     
  • Die Folgen der COVID-19 Pandemie belasten die Betriebe ebenso wie die gestiegenen Energiepreise und geopolitischen Verwerfungen. Die aktuell außerordentlich hohe Inflation ist zudem zu einem großen Teil importiert und betrifft die Unternehmen ebenso wie die BeschĂ€ftigten. Die durchschnittliche Inflationsrate lag in den zurĂŒckliegenden 12 Monaten bei 6,3 % (09/21- 08/22).
     
  • Ein vernĂŒnftiger KV-Abschluss muss die wirtschaftlichen Gegebenheiten widerspiegeln. Der Kollektivvertrag legt grundsĂ€tzlich einen Mindeststandard fest, der die HeterogenitĂ€t der Betriebe zu berĂŒcksichtigen hat. Daher sind nicht die erfolgreichsten Betriebe als Maßstab zu nehmen, sondern alle Betriebe der Branche mit ihren sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Herausforderungen.
     
  • Die Kennzahlen der Branche finden Sie in dieser Tabelle

Die folgenden Grafiken zeigen einige der wichtigsten Eckdaten und strukturelle Entwicklungen in der Metalltechnischen Industrie.


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