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Klima- und Transformationsoffensive Industrie startet mit erster Ausschreibung am 19.05.2023 

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Sonnenkollektoren in GlĂŒhbirne bei Sonnenuntergang

© Shutterstock

Am Freitag, 19.05.2023, startet die erste Ausschreibung der Klima- und Transformationsoffensive Industrie. Mit diesem Förderprogramm werden große heimische Industriebetriebe bei der Umstellung ihre Produktion auf klimafreundliche Technologien unterstĂŒtzt. DafĂŒr stehen bis 2030 gesetzlich abgesichert rund drei Milliarden Euro zur VerfĂŒgung. Damit haben die Unternehmen auch die notwendige Planungssicherheit fĂŒr die langfristige Umstellung der Prozesse.

Im ersten Call zur Förderung fĂŒr Investitionskosten fĂŒr neue, klimafreundliche Produktionsanlagen stehen 2023 175 Millionen Euro zur VerfĂŒgung. Dabei können pro eingereichter Maßnahme maximal 30 Millionen Euro gefördert werden. Die entsprechende Ausschreibung startet am 19. Mai 2023 und ist bis 18. September 2023 geöffnet.

“Vor uns steht eine neue industrielle Revolution. Wir tauschen ĂŒberall in unseren Fabriken den dreckigen Brennstoff aus und erzeugen die Energie in Zukunft grĂŒn und klimafreundlich. Das ist eine echte Herausforderung – und braucht unternehmerischen Weitblick und große Investitionen. Aus diesem Grund wollen wir mit der Klima- und Transformationsoffensive Industrie fĂŒr die notwendige Planungssicherheit sorgen und langfristig fördern. Der erste Call startet am Freitag - das sind gute Nachrichten fĂŒr den Klimaschutz“, betont Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Dabei richtet sich die Förderung erstmals auch explizit an Unternehmen, die dem EU-Emissionshandel unterliegen. Voraussetzung ist, dass sich der Betriebsstandort oder die Anlage in Österreich befindet und es sich um einen industriellen Sektor gemĂ€ĂŸ Umweltförderungsgesetz handelt. Die Kriterien sind in den untenstehenden Dokumenten ausformuliert, Unternehmen der Metalltechnischen Industrie könnten dadurch abgedeckt sein.

Zudem braucht es fĂŒr die Förderung auch einen konkreten Transformationsplan, indem die Unternehmen ihren Weg zum Klimaschutz darlegen. Darin mĂŒssen auch Maßnahmen zur Weiterbildung und Qualifizierung der Mitarbeiter:innen enthalten sein. Mit dieser Förderung vereinen wir erstmals Umbau und Ausbildung.

Mit der Klima- und Transformationsoffensive Industrie soll die heimische Industrie am Weg zur KlimaneutralitĂ€t bestmöglich unterstĂŒtzt werden. Die Österreichischen Vorzeigebetriebe sollen auch im zukĂŒnftigen Wettbewerb um die grĂŒnsten Produktionsweisen ganz vorne mit dabei sein. Wo heute noch 36 Prozent der heimischen Treibhausgasemissionen anfallen, wollen wir morgen Vorreiter der klimafreundlichen Produktion werden.

Das Ziel ist es konkrete innovative Großvorhaben von der Forschung bis in die Umsetzung zu fördern. Aus diesem Grund gibt es weitere 15 Millionen Euro fĂŒr die Erforschung und Erprobung von „Klima-Lösungen made in Austria“ fĂŒr die industrielle Produktion. Diese Förderung startet zeitgleich und wird ĂŒber Klima- und Energiefonds abgewickelt. Sie ist insgesamt mit 240 Millionen Euro bis 2026 dotiert.

Das gesamte Programm umfasst neben den nun startenden Förderungen auch mehr Geld fĂŒr Energieeffizienz, und erhöhte Mittel ĂŒber die Umweltförderung im Inland. Insgesamt stehen unter dem Titel Klima- und Transformationsoffensive Industrie also bis 2030 ĂŒber fĂŒnf Milliarden Euro zur VerfĂŒgung.

Transformation der Industrie Ausschreibung Mai 2023 | Umweltförderung (umweltfoerderung.at)

Auch die Automotive Industrie erhÀlt einen eigenen Fördertopf

Das Bundesministerium fĂŒr Arbeit und Wirtschaft unterstĂŒtzt mit der Transformationsoffensive die österreichische Wirtschaft bei ihrem nachhaltigen und digitalen Wandel. DafĂŒr werden im Zeitraum 2023 bis 2026 rund 300 Mio. € an Förderungen zur VerfĂŒgung gestellt. Damit soll die WettbewerbsfĂ€higkeit, Resilienz und UnabhĂ€ngigkeit der Unternehmen gestĂ€rkt und nachhaltige Wertschöpfungsketten in Österreich aufgebaut werden. Im Fokus stehen die SchlĂŒsselsektoren Automotive, Halbleiterindustrie (auch im Hinblick auf den European Chips Act), die Life Sciences und die Digitalisierung.

Die Abwicklung erfolgt durch die FFG, die Informationen dazu finden Sie hier.


RĂŒckfragen:
Michael Osobsky
Tel.: +43 5 90 900 - 3472
E-Mail: osobsky@fmti.at



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