Metalltechnische Industrie Logo

Metalltechnische Industrie: Auch 2021 keine Erholung in Sicht

Time Icon

    
Laut aktueller Konjunkturumfrage rechnen Unternehmen im kommenden Jahr nicht mit nachhaltiger Erholung der Nachfrage; RĂŒckgang der Produktion um 20 % 

(Wien/OTS) - Die Metalltechnische Industrie ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie massiv betroffen. FĂŒr das Jahr 2020 wurde zuletzt mit einem ProduktionsrĂŒckgang von rund 20 % gerechnet. Damit fĂ€llt die Branche auf ein preisbereinigtes Produktionsniveau von 2009/2010 zurĂŒck. Bislang gingen die Unternehmen in ihren EinschĂ€tzungen von einer deutlichen Erholung im kommenden Jahr aus. Aufgrund der weltweit wieder steigenden Infektionszahlen und weiteren Lockdowns zeichnet eine aktuelle Blitzbefragung in der Branche fĂŒr 2021 ein wesentlich pessimistischeres Bild als zuletzt angenommen.
 
Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Es scheint, als ob wir auch 2021 nicht mit einer Erholung rechnen können. Vielmehr dĂŒrfte sich die Krise weit in das kommende Jahr hineinziehen. FĂŒr die Unternehmen bedeutet das noch mehr Unsicherheiten bei der Planung von Investitionen und der Sicherung der BeschĂ€ftigung. Gerade jetzt wĂ€re es besonders wichtig, dass die EuropĂ€ische Union ihre Schlagzahl bei der Umsetzung der Corona-Hilfspakete, der Investitionsprogramme und der Sicherung offener Binnengrenzen zur Ankurbelung der europĂ€ischen Wirtschaft erhöht. Wir verdienen 8 von 10 Euro im Export, dabei hat Europa den grĂ¶ĂŸten Anteil.“ 

Laut Befragung erwarten die Unternehmen der Metalltechnischen Industrie auch im 4. Quartal 2020 keine Verbesserung der Lage: der RĂŒckgang in der Produktion wird weiterhin mit rund 20 % angegeben. Die Echtzahlen von JĂ€nner bis August ergeben einen RĂŒckgang um 15,5 %. Die AuftragsbestĂ€nde liegen seit Sommer deutlich unterhalb des Vorkrisenniveaus. Die grĂ¶ĂŸte VerĂ€nderung zur letzten Befragung stellen die EinschĂ€tzungen fĂŒr 2021 dar: es wird nun nicht mehr mit einer Verbesserung der Nachfrage gerechnet. Auch das Investitionsklima sollte 2021 in etwa auf dem Niveau von 2020 liegen. Und in den nĂ€chsten Monaten rechnen die Betriebe mit einer Reduktion des Personalstandes um rund 2,5 bis 3 %. 

InvestitionsprĂ€mie und Kurzarbeit sind fĂŒr die Unternehmen die relevantesten öffentlichen Konjunkturmaßnahmen. Besonders die EinschrĂ€nkungen bei GeschĂ€ftsreisen und die Aufrechterhaltung der Beziehungen zu GeschĂ€ftspartnern sind besonders herausfordernd.

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stĂ€rkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das RĂŒckgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelstĂ€ndisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist fĂŒr ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind WeltmarktfĂŒhrer und „Hidden Champions“.
Die Metalltechnische Industrie beschĂ€ftigt direkt mehr als 136.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 ArbeitsplĂ€tze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2019 einen Produktionswert von 39,8 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen FachverbĂ€nde Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Wirtschafts- und ArbeitgeberverbĂ€nden Österreichs und ist eine eigenstĂ€ndige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.
 
RĂŒckfragehinweis:
Fachverband Metalltechnische Industrie
Dr. Berndt-Thomas Krafft 
GeschĂ€ftsfĂŒhrer
+43 (0)5 90 900-3482
office@fmti.at
http://www.metalltechnischeindustrie.at


XS SM MD LG XL