RĂŒckgang bei LehranfĂ€nger:innen zeigt konjunkturelle Unsicherheit
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â Metalltechnische Industrie hĂ€lt dennoch klar an Ausbildung fest
Die Metalltechnische Industrie verzeichnet einen deutlichen RĂŒckgang bei den neuen LehrverhĂ€ltnissen: Von 2023 auf 2025 ist die Zahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr um mehr als 17âŻ% gesunken. Dieses Minus ist ein alarmierendes Signal: Unternehmen setzen â sichtbar aufgrund fehlender konjunktureller Perspektiven â erste Schritte: leider auch im Bereich der Lehrausbildung.
Gleichzeitig zeigt sich jedoch, wie wichtig die Ausbildung fĂŒr die Betriebe weiterhin ist. Bis 2024 ist die Gesamtzahl der Lehrlinge noch gestiegen, ehe sie 2025 um â3,8âŻ% zurĂŒckging. Insgesamt liegt der Lehrlingsstand damit wieder auf dem Niveau von 2022. Aufgrund der schwachen LehranfĂ€ngerzahlen der Jahre 2024 und 2025 ist leider davon auszugehen, dass sich die Gesamtzahl der Lehrlinge in den kommenden Jahren weiter verringern wird. Hinzukommt ein demografisches Problem: der Pool an Bewerbern wird immer kleiner.
Trotz dieser Rahmenbedingungen geben die Unternehmen die Lehrausbildung nicht auf.
Im Gegenteil:
Die Zahl der ausbildenden Lehrbetriebe in der Metalltechnischen Industrie ist stabil geblieben und 2025 sogar von 457 auf 470 Betriebe gestiegen. Das unterstreicht das klare Bekenntnis der Branche zur eigenen FachkrÀftesicherung.
Positiv entwickelt hat sich auch die Beteiligung von Frauen: Seit 2010 konnte der Frauenanteil in der Lehrausbildung der Metalltechnischen Industrie von 11âŻ% auf 18âŻ% erhöht werden. Das entspricht einem Zuwachs von rund 500 weiblichen Lehrlingen.
Die Unternehmen brauchen dringend Planbarkeit und verlĂ€ssliche Rahmenbedingungen fĂŒr eine wettbewerbsfĂ€hige Industrie in Ăsterreich. Nur dann kann der aktuelle Negativtrend bei den Lehrlingszahlen gestoppt und die Ausbildungsleistung langfristig gesichert werden.
Die Unternehmen der Metalltechnischen Industrie bekennen sich klar zu ihrer Lehrausbildung â als zentrale SĂ€ule zur Deckung des FachkrĂ€ftebedarfs und als Investition in die Zukunft des Industriestandorts Ăsterreich.
