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Freihandelsabkommen EU-Indien

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Im Vordergrund ist ein großer Container, auf dem die indische Flagge ist. Dahinter sind viele weitere, gestapelte Container

© PX Media | stock.adobe.com

Die EU und Indien haben heute die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen abgeschlossen. Es handelt sich um das bislang umfangreichste Handelsabkommen beider Seiten.
Der bilaterale Handel mit Waren und Dienstleistungen beläuft sich derzeit auf über 180 Mrd. EUR jährlich. Das Abkommen sieht vor, dass bis 2032 rund 96,6 % der Zölle auf EU-Warenexporte nach Indien abgeschafft oder gesenkt werden.
Dadurch wird eine deutliche Ausweitung der EU-Exporte erwartet; die jährlichen Zolleinsparungen für europäische Unternehmen werden auf rund 4 Mrd. EUR geschätzt.

Vorgesehen sind unter anderem:

  • schrittweise Senkung der indischen Kfz-Zölle von 110 % auf 10 %, sowie die vollständige Abschaffung der Zölle auf Autoteile nach 5–10 Jahren,
  • weitgehender Wegfall von Zöllen auf Maschinen, Chemikalien und Arzneimittel,
  • deutliche Reduzierung der Zölle auf zahlreiche Agrar- und Lebensmittelprodukte (zB. Wein, Olivenöl, verarbeitete Lebensmittel).

Nächsten Schritte:

Parallel laufen weiterhin Verhandlungen über ein Abkommen zu geografischen Herkunftsangaben und über ein Investitionsschutzabkommen. Auf EU-Seite folgen nun die rechtliche Prüfung, Übersetzung und anschließend das übliche Ratifizierungsverfahren durch Rat und Europäisches Parlament. Nach der Ratifizierung durch Indien kann das Abkommen in Kraft treten.

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