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KV-Abschluss Metalltechnische Industrie 2025

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Mann zieht Schrauben und Muttern mit DrehmomentschlĂŒssel an

© dieindustrie.at/Mathias Kniepeiss

PRESSEINFORMATION

KV-Abschluss Metalltechnische Industrie: Lohn- und Gehaltserhöhungen von 1,41 Prozent sowie EinmalprÀmien
Zweijahresabschluss bringt Planungssicherheit — ErgĂ€nzende EinmalprĂ€mien können in zusĂ€tzliche Freizeit-Tage umgewandelt werden

(Wien, 22.9.2025) Die KV-Verhandlungen fĂŒr die Metalltechnische Industrie konnten heute erfolgreich abgeschlossen werden. Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Es war wichtig, dass wir heuer einen vernĂŒnftigen und pragmatischen Abschluss vereinbaren konnten. Die lösungsorientierte Sozialpartnerschaft zeigt damit wieder ein Lebenszeichen. In den vergangenen Monaten haben wir in vielen GesprĂ€chen mit der Gewerkschaft eine gemeinsame Sichtweise auf den dramatischen Verlust an WettbewerbsfĂ€higkeit unserer Unternehmen entwickelt. Mit dieser sozialpartnerschaftlichen Einigung geben wir den BeschĂ€ftigten und Unternehmen eine Perspektive fĂŒr den Produktionsstandort Österreich. Der Abschluss lĂ€uft ĂŒber zwei Jahre, besteht aus flexiblen Elementen und einer noch vertretbaren nachhaltigen Komponente. Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

Der Zweijahresabschluss fĂŒr die metalltechnische Industrie setzt sich aus den folgenden Elementen zusammen: 

1. November 2025

  • Die IST-Löhne und -GehĂ€lter in der Metalltechnischen Industrie steigen ab dem 1. November 2025 um 1,41 %.
  • Dazu erhalten die BeschĂ€ftigten im Zeitraum November 2025 bis Juni 2026 entweder zweimal zwei Tage zusĂ€tzliche Freizeit oder zweimal 500 Euro in Form einer EinmalprĂ€mie zur Sicherung der Kaufkraft. Die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung wird auf betrieblicher Ebene sozialpartnerschaftlich entschieden.
  • Die Grundstufen der kollektivvertraglichen Mindestentgelte, also die jeweiligen EinstiegsgehĂ€lter je BeschĂ€ftigungsgruppe, steigen um 2 %.
  • Die Lehrlingseinkommen steigen ebenfalls um 2 %, und sie erhalten Einmalzahlung von 250 Euro.


1. November 2026

  • Die IST-Löhne und -GehĂ€lter steigen ab dem 1. November 2026 um 1,9 %.
  • Die Grundstufen der kollektivvertraglichen Mindestentgelte steigen um 2,1 %. 

Der Anstieg der Löhne und GehĂ€lter orientiert sich am Inflationsziel in der Eurozone und soll auch ein Signal an andere Branchen sowie die Bundesregierung senden. Alle Akteure mĂŒssen gemeinsam durch zurĂŒckhaltende LohnabschlĂŒsse und eine aktive Wirtschaftspolitik dazu beitragen, die Inflation auf den europĂ€ischen Zielwert zu bringen.

„Die Orientierung der Lohnerhöhungen an der heimischen Inflation hat in den vergangenen Jahren dazu gefĂŒhrt, dass die Lohnkosten im Vergleich zu unseren Mitbewerbern viel zu stark gestiegen sind. Dadurch sind die Produkte der Metalltechnischen Industrie aus österreichischer Produktion auf den WeltmĂ€rkten preislich nicht mehr wettbewerbsfĂ€hig. Unser Ziel war es, diese Entwicklung zu stoppen. Mit diesem Abschluss können wir den Unterschied zu den Mitbewerbern etwas glĂ€tten und den Betrieben in der Kalkulation etwas mehr Spielraum verschaffen. Nach einigen schwierigen Jahren konnten die Sozialpartner nun wieder ihre gemeinsame Lösungskompetenz unter Beweis stellen. Allein ĂŒber den Kollektivvertrag werden wir die großen Probleme am Standort Österreich aber nicht lösen können. Dazu braucht es eine deutlich aktivere Standortpolitik, eine Senkung der Lohnnebenkosten und eine konkrete Entlastung der Unternehmen von bĂŒrokratischem Aufwand“, so Christian Knill abschließend.

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie (MTI) ist Österreichs stĂ€rkste Branche und bildet das RĂŒckgrat der heimischen Industrie. Sie erwirtschaftet einen Produktionswert von 45,2 Milliarden Euro (2024), beschĂ€ftigt direkt rund 130.000 Menschen und sichert damit indirekt bis zu 300.000 ArbeitsplĂ€tze in Österreich. Die exportorientierte Branche ist mittelstĂ€ndisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienunternehmen und ist fĂŒr ein FĂŒnftel aller österreichischen Exporte verantwortlich.
Insgesamt sind im Fachverband Metalltechnische Industrie ĂŒber 1.100 Unternehmen vertreten, die unter anderem in den Bereichen Maschinenbau, Metallwaren, Anlagenbau, Stahlbau und Gießerei tĂ€tig sind. Rund 800 davon haben ihren Produktionsschwerpunkt in der Metalltechnischen Industrie und wenden den Kollektivvertrag der MTI an. 
Der Fachverband Metalltechnische Industrie ist einer der grĂ¶ĂŸten Wirtschafts- und ArbeitgeberverbĂ€nde Österreichs und eine eigenstĂ€ndige Organisation in der Wirtschaftskammer Österreich.

RĂŒckfragen
Fachverband Metalltechnische Industrie
Dipl.-iur. Sabine Hesse, MBA
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
+43 (0)5 90900-3482
office@fmti.at

 

Die vollstÀndigen Texte zum KV-Abschluss 2025/2026 finden Sie hier

https://www.metalltechnischeindustrie.at/kollektivvertrag/kv-abschluss-2025/2026/