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Starker ProduktionsrĂŒckgang 2020, Anzeichen fĂŒr Erholung 2021

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PRESSEINFORMATION


Hohe LohnstĂŒckkosten schwĂ€chen WettbewerbsfĂ€higkeit; volatile Metallpreise und VerfĂŒgbarkeiten bei Vormaterialien bremsen Wachstum 

  • Corona-Krise brachte 2020 mit minus 10,6 % starken Einbruch der Produktion Â§ Produktionsverlust betrug rund 3,6 Milliarden Euro
  • RĂŒckgang der BeschĂ€ftigung um 2,1 % - Flexible Arbeitszeitmodelle und Kurzarbeit haben sich bewĂ€hrt
  • Stabilisierung der Nachfrage im 2. Halbjahr 2020
  • Anzeichen fĂŒr Erholung: Produktionswachstum im 1. Quartal 2021 rund 6,2 % im Vergleich zum sehr schwachen Vorjahr 
  • Unternehmen hoffen laut Umfrage auf Anstieg der Produktion 2021 in Richtung Niveau von 2019
  • Risiken: Kritische Entwicklung bei Vormaterialien und zu hohe LohnstĂŒckkosten im Vergleich zu umliegenden LĂ€ndern 
     

(Wien 31.5.2021) Die Metalltechnische Industrie verzeichnete im Jahr 2020 pandemiebedingt einen ProduktionsrĂŒckgang von 10,6 % (preisbereinigt), das entspricht einem Produktionswert von rund 3,6 Milliarden Euro. Der Gesamtproduktionswert betrug rund 35,9 Milliarden Euro (2019: 39,6 Mrd.). Die BeschĂ€ftigung sank leicht auf 134.000 (2019: 136.000).Der Einbruch konnte durch effektive PrĂ€ventionskonzepte der Unternehmen und die konstante Aufrechterhaltung der Produktion gedĂ€mpft werden. Das zweite Halbjahr 2020 brachte auch eine Stabilisierung der globalen Nachfrage. 

Christian Knill, Obmann des Fachverbands Metalltechnische Industrie: „Die Corona-Krise hat uns 2020 stark getroffen. Der RĂŒckgang von fast 11 % in der Produktion kostete die Unternehmen ĂŒber dreieinhalb Milliarden Euro an Produktionsverlusten und wir werden noch einige gute Wachstumsjahre benötigen, um diese Verluste auszugleichen. FĂŒr das Jahr 2021 sehen wir erste Anzeichen der Erholung; vorausgesetzt die Rahmenbedingungen, gesundheitliche wie politische, bleiben stabil. Besonders positiv ist zu vermerken: unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle haben sich bewĂ€hrt.“

Die Exportquote der Metalltechnischen Industrie betrug im vergangenen Jahr 77,6 %, die drei wichtigsten ExportmĂ€rkte waren Deutschland (9,6 Milliarden Euro), die USA (2,6 Mrd.) und Frankreich (1,8 Mrd.). Insgesamt sind die Exporte 2020 real um 9,6 % gesunken. 

Ausblick: positive Grundstimmung, Sorge um Metallpreise und VerfĂŒgbarkeiten 

FĂŒr das laufende Jahr zeigt sich folgendes Bild: Laut Produktionsindex der Metalltechnischen Industrie betrug das reale Wachstum in den Monaten JĂ€nner bis MĂ€rz 6,2 %. Eine Blitzumfrage des Fachverbands unter den Mitgliedsbetrieben zeigt, dass die Unternehmen auf eine steigende Produktion hoffen: Im Schnitt erwarten die Befragten fĂŒr das Gesamtjahr 2021 eine reale Produktionssteigerung von bis zu 12 %. Dennoch geht derzeit noch fast Seite 2 jedes fĂŒnfte Unternehmen von keinem Wachstum oder sogar einem weiteren RĂŒckgang aus. 
Die Lage ist also volatil. ZusĂ€tzlich belasten die aktuellen Entwicklungen bei den Vormaterialien die Unternehmen, vor allem die Metallpreise laufen aus dem Ruder. Über 80 % der Unternehmen sehen derzeit steigende Vormaterialpreise, VerfĂŒgbarkeiten und vor allem lange Lieferzeiten als grĂ¶ĂŸte Herausforderungen. Der Großhandelspreisindex Eisen und Stahl ist seit November um 36,5 % gestiegen.

Christian Knill: „Unsere Bilanz fĂ€llt zwiespĂ€ltig aus: Das vergangene Jahr hat die Branche pandemiebedingt weit zurĂŒckgeworfen. Aktuell sehen wir wieder Anzeichen von Wachstum, das uns zumindest auf das Vorkrisenniveau zurĂŒckbringen könnte. Dazu brauchen wir in den nĂ€chsten Monaten aber zweistellige Wachstumsraten. Auf der anderen Seite sind die globalen Metallpreise ein Risiko – sowohl fĂŒr die Ertragskraft unserer Unternehmen als auch fĂŒr das derzeit prognostizierte Wachstum. Zudem verliert der Produktionsstandort Ă–sterreich Marktanteile auf der ganzen Welt. Grund dafĂŒr sind im Besonderen die hohen LohnstĂŒckkosten im europĂ€ischen Vergleich. Das behindert Investitionen in Österreich und schwĂ€cht den Industriestandort nachhaltig. Es wĂ€re wichtig, die Anzeichen des Aufschwungs gerade jetzt mit standortstĂ€rkenden Maßnahmen zu unterstĂŒtzen.“

Über die Metalltechnische Industrie
Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stĂ€rkste Branche. Über 1.200 Betriebe aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das RĂŒckgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelstĂ€ndisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist fĂŒr ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind WeltmarktfĂŒhrer und „Hidden Champions“.

Die Metalltechnische Industrie beschĂ€ftigt direkt mehr als 134.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 ArbeitsplĂ€tze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2020 einen Produktionswert von 36 Milliarden Euro. Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen FachverbĂ€nde Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Wirtschafts- und ArbeitgeberverbĂ€nden Österreichs und ist eine eigenstĂ€ndige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

RĂŒckfragen
Fachverband Metalltechnische Industrie
Dr. Berndt-Thomas Krafft
Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien
+43 (0)5 90900-3482
office@fmti.at, www.metalltechnischeindustrie.at


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