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Daten und Fakten

KV-Grundlagen: Wirtschaftliche Eckdaten der Metalltechnischen Industrie

  • Die Metalltechnische Industrie gehört zu den bestzahlenden Branchen, das monatliche Durchschnittsgehalt betrĂ€gt 5.100 Euro, der Durchschnittslohn 3.670 Euro und der Mindestlohn liegt bei  2.230 Euro. Die realen Löhne und GehĂ€lter in der Branche liegen im Schnitt zwischen 12 % und 28 % ĂŒber KV. Die BeschĂ€ftigten der Metalltechnischen Industrie konnten in den vergangenen Jahren regelmĂ€ĂŸig Reallohngewinne erzielen. Seit dem Jahr 2009, dem Jahr der internationalen Finanzkrise, sind die realen Löhne (also Löhne und GehĂ€lter nach BerĂŒcksichtigung der Inflation) in der Metalltechnischen Industrie um 12 % gestiegen.
     
  • Mehr als 85 % der Betriebe sind Familienbetriebe und mittelstĂ€ndisch strukturiert (KMU), im Schnitt beschĂ€ftigen sie 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Entsprechend heterogen ist auch ihre wirtschaftliche Entwicklung, dies gilt es in den KV-Verhandlungen zu berĂŒcksichtigen. Es sind nicht die erfolgreichsten Betriebe als Maßstab zu nehmen, sondern alle Betriebe der Branche mit ihren sehr unterschiedlichen Voraussetzungen und Herausforderungen.
     
  • Die Metalltechnische Industrie ist exportorientiert, acht von zehn Euro werden im Export erwirtschaftet. Die Unternehmen mĂŒssen sich im internationalen Wettbewerb bewĂ€hren und dabei spielen die Personalkosten, die bei der Produktion in Österreich anfallen, eine zentrale Rolle. Es ist leider eine Tatsache, dass die Lohnkosten in Österreich in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Damit stiegen auch die sogenannten LohnstĂŒckkosten. Seit dem Jahr 2005 sind sie in Österreich um 13 % stĂ€rker gestiegen als in der Eurozone. FĂŒr österreichische Unternehmen wird es damit auf Dauer zu teuer, sie können ihre Produkte am Weltmarkt nicht mehr zu konkurrenzfĂ€higen Preisen anbieten.
  • Die gesamte Industrie befindet sich derzeit in einer Rezession, auch die Metalltechnische Industrie ist davon massiv betroffen. Im ersten Halbjahr 2023 verzeichnete sie einen RĂŒckgang der Produktion von rund 6 %, die AuftragseingĂ€nge gingen sogar um 18 % zurĂŒck. Fast jedes dritte Unternehmen erwartet heuer ein negatives Betriebsergebnis (EBIT).
     
  • Auch das gesamtwirtschaftliche Umfeld ist negativ. Das BIP-Wachstum geht gegen Null, die ProduktivitĂ€t ist negativ, das heißt es gibt keine ProduktivitĂ€tsgewinne, die verteilt werden können.
     
  • Die Teuerung in Österreich (aktuell Oktober 5,4 %) liegt weiterhin deutlich ĂŒber dem Schnitt der LĂ€nder im Euroraum (2,9%). In unserem wichtigsten Exportland Deutschland liegt sie aktuell bei 3,8 %. Das ist fĂŒr die exportorientierte Branche ein großer Wettbewerbsnachteil, denn 8 von 10 Euro werden im Export verdient. Durch die vergleichsweise deutlich höheren Lohnkosten verliert die MTI kontinuierlich an WettbewerbsfĂ€higkeit.
     
  • Laut einer Berechnung der Oesterreichischen Nationalbank wurden durch die Anti-Teuerungsmaßnahmen der Bundesregierung zwischen 80 % (2023) und 90 % (2022) der aufgrund der ĂŒberdurchschnittlichen Inflation entstandenen Reallohnverluste abgegolten.

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