REACH Artikel 33 und 7(2)

MEINE PRODUKTE ENTHALTEN SVHC STOFFE. WAS NUN?

LEITLINIE „ GUIDANCE ON REQUIREMENTS OF SUBSTANCES IN ARTICLES “


ECHA „Unternehmen mĂŒssen die Kommunikation gefĂ€hrlicher Stoffe in Produkten verbessern“

Zusammenfassend hat ein Pilotprojekt des Forums zur Durchsetzung in 15 teilnehmenden LĂ€ndern ergeben, dass 12% der geprĂŒften Produkte besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) enthalten. Die Mehrheit (88%) der Lieferanten dieser Produkte kann ihren Kunden keine ausreichenden Informationen ĂŒber SVHCs in den von ihnen gelieferten Produkten ĂŒbermitteln.

Die Ergebnisse des Pilotprojekts zeigen, dass Unternehmen ihr Wissen ĂŒber die Produkte, die sie ihren Kunden liefern, verbessern und Informationen besser kommunizieren mĂŒssen, damit Produkte, die besonders besorgniserregende Stoffe enthalten, sicher verwendet werden können.

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REACH ARTIKEL 33 & 7 (2)

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Diese Frage wird in Zukunft viele Hersteller von Produkten betreffen. REACH als europĂ€ische Verordnung fĂŒr Chemikalienrecht betrifft nicht nur Hersteller und Importeure von besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHC-Stoffe), sondern auch nachgeschaltete Anwender. In den vergangenen Jahren sind vor allem Hersteller und Importeure zum Handkuss gekommen.

Es wurden Stoff Registrierungen und AntrĂ€ge auf Zulassung fĂŒr die Weiterverwendung von SVHC-Stoffen gestellt. Diese Thematik ist in den betreffenden Branchen bereits bekannt und wird mit viel Arbeitsaufwand umgesetzt.

Ein Teil der REACH-Verordnung die auch Erzeugnisse regelt, wurde bisher außer Acht gelassen. Erzeugnisse sind fĂŒr Produkthersteller unter UmstĂ€nden ein Problem. Dies ist der Fall, wenn sogenannte besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) in einer Konzentration von mehr als 0,1 Massenprozent enthalten sind. Die beiden wesentlichen Verpflichtungen sind Art. 33 – Weitergabe von Informationen in der Lieferkette – und Art. 7 (2) – Notifikation an die ECHA. Bei beiden Verpflichtungen wurde lange Zeit gestritten, wofĂŒr die 0,1-Grenze genau gilt. Die einen meinten fĂŒr ein Erzeugnis wie geliefert – also z.B. das gesamte Automobil -, die anderen meinten auch fĂŒr bestimmte Bestandteile – also z.B. das Lenkrad, die Reifen usw. Letzten Endes entschied der EuropĂ€ische Gerichtshofs am 10. September 2015 letzteres und schaffte somit eine EU-weit einheitliche Auslegung.

Ausgehend von dieser Entscheidung wurden die Informationen unseres Dachverbandes ORGALIME zur Kommunikation in der Lieferkette aktualisiert. Die erforderlichen Informationen wurden in einem Dokument zusammengefasst, welches die Unternehmen bei der ErfĂŒllung der Kommunikationsverpflichtungen gemĂ€ĂŸ REACH ART. 33 helfen soll.

Aktualisierung „Leitlinie Anforderungen an Stoffe in Artikeln“

Die ECHA hat eine umfassende Aktualisierung ihrer Leitlinie fĂŒr die Anforderungen an Stoffen in Artikeln veröffentlicht. Diese Leitlinie wird vor allem fĂŒr importierende und produzierende Unternehmen nĂŒtzlich sein. Die Leitlinie klĂ€rt die Verpflichtungen unter REACH, die Kommunikation mit Kunden sowie die Benachrichtigungen ECHA, wenn SVHC Stoffe in Artikeln vorhanden sind. Die Leitlinie soll Unternehmen als Hilfestellung dienen, um ausreichend Informationen ĂŒber Stoffe zu erhalten, so dass Unternehmen einfacher ihren jeweiligen Verpflichtungen nachkommen können.

Die aktualisierte Leitlinie enthĂ€lt neue Beispiele im Einklang mit dem Urteil des Gerichtshofs vom 10. September 2015, in dem der Umfang der Verpflichtungen weiter verdeutlicht wurde. Nach dem Urteil gelten die gesetzlichen Verpflichtungen auch fĂŒr Artikel, die in komplexen Produkten prĂ€sent sind - zum Beispiel ein Bestandteil eines Autos oder einer Waschmaschine. Die vorhandenen Beispiele wurden, dank der gewonnenen Erfahrungen und Fragen, aktualisiert und verbessert.


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