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Kritische Rohstoffe

Konsultation: Critical Raw Materials Act

Die Kommission hat eine öffentliche Konsultation zum Critical Raw Materials Act eingeleitet. Dabei wird die Liste der Produkte, Bestandteile und Abfallströme festgelegt, bei denen davon ausgegangen wird, dass sie ein Potenzial zur Verwertung kritischer Rohstoffe haben. Dies soll Mitgliedstaaten bei der Schaffung von 3 Kreislaufwirtschaftsprogrammen unterstützen. 

Weitere Informationen finden Sie unter untenstehendem Link. Das Rückmeldefenster an die Kommission ist bis zum 25. Juli offen. Ich bitte Sie, uns etwaige Rückmeldungen ebenso zukommen zu lassen.
https://ec.europa.eu/info/law/better-regulation/have-your-say/initiatives/14677-Kritische-Rohstoffe-Produkte-Bestandteile-und-Abfallstrome-mit-hohem-Potenzial-fur-die-Verwertung-kritischer-Rohstoffe_de?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=feei_nl_20250703_umwelt_nl_jul_CRMA


Critical Raw Materials Act im Amtsblatt veröffentlicht

Am 3. Mai wurde der Critical Raw Materials Act im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht. Die Verordnung wird entsprechend am 23. Mai in Kraft treten. Zusätzlich bereitet die Kommission ihren ersten Aufruf zur Einreichung von strategischen Projekten vor.

Der Critical Raw Materials Act (CRMA) zielt darauf ab, eine nachhaltige und sichere Versorgung mit Rohstoffen zu gewährleisten. Außerdem soll auch die Effizienz und die Kreislauffähigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette gefördert werden. Die Verordnung sieht daher unter anderem folgende Maßnahmen vor :

  • Festlegung von strategischen und kritischen Rohstoffen und die Stärkung der Versorgungsketten für diese Rohstoffe
  • Stärkung von Monitoring- und Minderungsmaßnahmen mit Blick auf Versorgungsrisiken
  • Verbesserung des Kreislaufprinzips und der Nachhaltigkeit bei kritischen Rohstoffen

Die EU-Kommission hat im Mai einen ersten Aufruf zur Einreichung strategischer Projekte veröffentlicht. Details zum Prozess der Anerkennung und zum Zeitplan gibt es hier.


European Critical Raw Materials Act: Vorschlag für eine Verordnung und Mitteilung der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission hat am 16.3.2023 ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Critical Raw Material Act veröffentlicht:

  • einen Vorschlag für eine Verordnung (COM(2023) 160 final)„Proposal for a Regulation  establishing a framework for ensuring a secure and sustainable supply of critical raw materials and amending Regulations (EU) 168/2013, (EU) 2018/858, 2018/1724 and (EU) 2019/1020”
  • eine Mitteilung (COM(2023) 165 final)“A secure and sustainable supply of critical raw materials in support of the twintransition”

Der Verordnungsvorschlagzielt darauf ab, alle Stufen der europäischen Wertschöpfungskette für kritische Rohstoffe zu stärken, die Einfuhren der EU zu diversifizieren, um strategische Abhängigkeiten zu verringern, die Fähigkeit der EU zu verbessern, die Risiken von Unterbrechungen der Versorgung mit kritischen Rohstoffen zu überwachen und abzumildern, und die Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit zu verbessern. 

Er beinhaltet insbesondere folgende Maßnahmen: 

  • Festlegung klarer Prioritäten für Maßnahmen: Liste der kritischen als auch der strategischen Rohstoffe   im   EU-RechtundBenchmarks   für   die   inländischen   Kapazitäten   entlang   der strategischen Rohstoffversorgungskette und für die Diversifizierung der EU-Versorgung bis 2030: 
  • Mindestens 10 % des Jahresverbrauchs der EU für die Gewinnung,
  • Mindestens 40 % des Jahresverbrauchs der EU für die Verarbeitung,
  • Mindestens 15 % des Jahresverbrauchs der EU für das Recycling, 
  • Nicht mehr als 65 % des Jahresverbrauchs der Union an jedem strategischen Rohstoff auf jeder relevanten Verarbeitungsstufe aus einem einzigen Drittland.
  • Schaffung sicherer und widerstandsfähiger Versorgungsketten für kritische Rohstoffe in der EU 
  • Abfederung   von   Versorgungsrisiken
  • Investitionen in Forschung, Innovation und Qualifikationen
  • Schutz  der  Umwelt  durch  Verbesserung  der  Kreislaufwirtschaft  und  der  Nachhaltigkeit

Der Verordnungsvorschlag wird von einer Mitteilung begleitet, in der dargelegt wird, wie die EU ihr globales Engagement verstärken und Investitionen, Produktion und Handel mit zuverlässigen Partnern diversifizieren will

  • Diversifizierung der Einfuhren von kritischen Rohstoffen in die Union
  • Die EU wird ihre handelspolitischen Maßnahmen verstärken 
  • Ausbau  strategischer  Partnerschaften

Öffentliche Konsultation zum Europäischen Gesetz über kritische Rohstoffe

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Konsultation (bis zum 25. November 2022) gestartet, um Beiträge zum künftigen Europäischen Gesetz über kritische Rohstoffe (ECRMA) zu sammeln. 

Das ECRMA wurde kürzlich in der Rede zur Lage der Union von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigt und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2023 als ein Paket von regulatorischen und nicht-regulatorischen Maßnahmen verabschiedet. 

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Aktionsplan zu kritischen Rohstoffen

Die Kommission hat im September 2020 einen 

für strategische Technologien und Sektoren für die Zeiträume bis 2030 und bis 2050 vorgelegt. 

 
Der Aktionsplan für kritische Rohstoffe zielt darauf ab,

  • widerstandsfähige Wertschöpfungsketten für die industriellen Ökosysteme der EU zu entwickeln,
  • die Abhängigkeit von kritischen Primärrohstoffen durch kreislauforientierte Ressourcennutzung, nachhaltige Produkte und Innovation zu reduzieren,
  • die inländische Rohstoffbeschaffung in der EU zu stärken und
  • die Beschaffung aus Drittländern zu diversifizieren sowie, unter voller Einhaltung der internationalen Verpflichtungen der EU, Verzerrungen des internationalen Handels zu beseitigen.

  
WEITERE INFORMATIONEN FINDEN SIE HIER: 
Links und Informationen:

Insgesamt sollen die Maßnahmen beim Übergang zu einer grünen und digitalen Wirtschaft helfen und sind daher in den Europäischen Grünen Deal als auch in die EU-Industriestrategie eingebettet. Zudem soll die Mitteilung, mit ihrem Ziel, eine sichere Versorgung mit nachhaltigen kritischen Rohstoffen zu gewährleisten, einen Beitrag zur Erholung (und zum langfristigen Wandel) der Wirtschaft nach Covid leisten.