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Nachhaltigkeitsberichterstattung

Neue EU-Standards fĂŒr Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS)

Delegierter Rechtsakt als ErgĂ€nzung zur RL ĂŒber Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) – enthĂ€lt bereichsĂŒbergreifende Standards sowie Standards zur Offenlegung von ESG-Aspekten
(Ab Mitte August zur PrĂŒfung an EP und Rat – PrĂŒffrist 2 Monate, plus ggf. 2 Monate VerlĂ€ngerung)

Den Text finden Sie unter folgendem Link:
eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/

Die FAQs sind derzeit nur auf Englisch abrufbar: 
Questions and answers on the adoption of European Sustainability Reporting Standards

Dieser Rechtsakt ergĂ€nzt Richtlinie (EU) 2022/2464 vom 14. Dezember 2022 ĂŒber die Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD), nach der Großunternehmen und börsennotierte Unternehmen verpflichtet sind, regelmĂ€ĂŸig Berichte ĂŒber ihre Sozial- und Umweltrisiken sowie ĂŒber die Auswirkungen ihrer TĂ€tigkeiten auf Mensch und Umwelt zu veröffentlichen.

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Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen wird derzeit grĂŒndlich ĂŒberarbeitet und auf neue FĂŒĂŸe gestellt. Ziel sind europaweit harmonisierte und vergleichbare Nachhaltigkeitsberichte. Nichtfinanzielle Informationen sollen den gleichen Stellenwert erhalten wie Finanzinformationen.

Die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) trat bereits am 5.1.2023 in Kraft und ist binnen 18 Monaten in nationales Recht der EU-Mitgliedstaaten umzusetzen.

Große sowie kapitalmarktnotierte Unternehmen mĂŒssen spĂ€testens fĂŒr GeschĂ€ftsjahre beginnend ab 2025 detaillierte Informationen zu Nachhaltigkeitsaspekten im Rahmen des Lageberichts veröffentlichen. Als große Unternehmen gelten in Österreich jene Unternehmen, die mindestens zwei der drei Kriterien, nĂ€mlich

  • Nettoumsatz von EUR 40 Millionen,
  • Bilanzsumme von EUR 20 Millionen und/oder
  • 250 Arbeitnehmern

im Jahresdurchschnitt, erfĂŒllen.

Zur Harmonisierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung wurden von der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) die „European Sustainability Reporting Standards“ (ESRS) ausgearbeitet. Die ESRS bestehen aus insgesamt zwölf Standards, die in vier Bereichen zusammengefasst werden (www.efrag.org/lab6). Es werden hier bereichsĂŒbergreifende Standards sowie Standards fĂŒr die Offenlegung von Informationen zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten (ESG) festgelegt.

Damit sich die Unternehmen leichter auf diese neuen Trends vorbereiten und eine umfassende Berichterstattung aufbauen können, wurden von der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Oberösterreich zwei LeitfÀden entwickelt, die Sie unter folgenden Links finden


Richtlinie ĂŒber die Nachhaltigkeitsberichterstattung 

Richtlinie verabschiedet 

Ende November 2022 hat der Rat die Richtlinie ĂŒber die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD) endgĂŒltig gebilligt. Nachdem der Rat den Standpunkt des EuropĂ€ischen Parlaments gebilligt hatte, wurde der Rechtsakt verabschiedet. 

Mit der Richtlinie werden die Unternehmen stĂ€rker in die öffentliche Verantwortung genommen, indem sie verpflichtet werden, regelmĂ€ĂŸig Informationen ĂŒber die Auswirkungen ihrer TĂ€tigkeiten auf Gesellschaft und Umwelt offenzulegen. Mit der CSRD werden detailliertere Anforderungen an die Berichterstattung ĂŒber die Auswirkungen von Unternehmen auf die Umwelt, die Menschenrechte und die Sozialstandards eingefĂŒhrt. Bis Juni 2023 wird die Kommission die erste Reihe verbindlicher Standards annehmen, die sich unter anderem auf die Bereiche Landwirtschaft, Kohlebergbau, Straßenverkehr sowie Öl und Gas beziehen sollen (weitere Informationen: siehe EFRAG-Website). 

Die neuen EU-Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung werden fĂŒr alle großen Unternehmen direkt gelten, unabhĂ€ngig davon, ob sie börsennotiert sind oder nicht. Auch börsennotierte KMU werden erfasst, haben aber mehr Zeit, sich an die neuen Vorschriften anzupassen. 

Nach seiner Unterzeichnung wird die Richtlinie im Amtsblatt der EuropĂ€ischen Union veröffentlicht und tritt 20 Tage spĂ€ter in Kraft. Die neuen Regeln mĂŒssen von den Mitgliedsstaaten 18 Monate spĂ€ter umgesetzt werden. 


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