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Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaftspaket und Nachhaltige Produkte

Die EU-Kommission hat Ende MĂ€rz 2022 im Rahmen des EU-Green Deals ein Paket von VorschlĂ€gen vorgestellt, um nachhaltige Produkte in der EU zur Norm zu machen, kreislauforientierte GeschĂ€ftsmodelle zu fördern und die Verbraucher:innen beim grĂŒnen Wandel zu stĂ€rken. 

So werden eine Reihe an legislativen und nicht-legislativen neuer Vorschriften vorgeschlagen, um fast alle physischen Waren auf dem EU-Markt wĂ€hrend ihres gesamten Lebenszyklus, vom Entwurf ĂŒber den tĂ€glichen Gebrauch bis hin zur Entsorgung oder Umnutzung, umweltfreundlicher, kreislauffĂ€higer und energieeffizienter zu machen. 

I)    LEGISLATIVE VORHABEN
II)    NICHT-LEGISLATIVE VORHABEN

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Österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie

Die nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie ist fast fertig!
Anfang November fand auf Einladung des BMK (Kabinett und Fachabteilungen) eine Besprechung zum Stand der Dinge betreffend Kreislaufwirtschaftsstrategie statt. Seit dem FrĂŒhjahr wird unter FederfĂŒhrung des BMK und Einbindung weiterer zustĂ€ndiger Ressorts (BMWF, BMLRT, BMDW) an der Erstellung einer Kreislaufwirtschaftsstrategie gearbeitet. Die Ergebnisse wurden in einem Grundlagen-/Hintergrunddokument zusammengefasst. In mehreren Workshops wurden Stakeholder zur Mitarbeit an der Strategie eingeladen (Wissenschaft, Unternehmerinnen, Zivilgesellschaft, u.a. auch die WKÖ). 

Derzeit wird aus den Dokumenten der Workshops eine zusammenfĂŒhrende Version fĂŒr den Entwurf der KW-Strategie erstellt

Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)

Geht es um Kreislaufwirtschaft, stehen oft Recyclingquoten im Mittelpunkt der Betrachtung. Beim Recycling ist Österreich mit einem Anteil von mit 58 % die Nummer zwei in Europa – Spitzenreiter ist Deutschland mit einer Quote von 66 %.
Kreislaufwirtschaft ist jedoch mehr als Recycling.

Von der Rohstoffgewinnung ĂŒber Produktdesign, Reparatur, Wiederverwendung, Wiederaufbereitung und Recycling bis zur Verwertung ist es ein ganzheitliches Konzept, das entlang der gesamten Wertschöpfungskette ansetzt und VerĂ€nderungen erfordert, die auf eine Senkung des absoluten Ressourcenverbrauchs abzielen.
Ernstgemeinte KreislauffĂŒhrung geht also deutlich weiter und erfordert ĂŒber verbesserte Recyclingmaßnahmen hinaus Investitionen in Produktdesign, neue GeschĂ€ftsmodelle und verĂ€ndertes VerbraucherInnenverhalten.

Weitet man dementsprechend den Blick auf das Gesamtbild der Kreislaufwirtschaft, schneidet Österreich deutlich schlechter ab.
Nur 9 % der heute in der österreichischen Wirtschaft eingesetzten Materialien sind zirkulÀr, d.h. sie wurden zuvor bereits verwendet.

Bis zur echten Kreislaufwirtschaft ist es daher noch ein weiter Weg.

Aspekte, die dabei zu berĂŒcksichtigen sind, ist der Umgang mit folgenden Fragen:

  • Wie soll die Vernetzung von Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft ausgerichtet sein?
  • Wie soll die Vernetzung von Finanzierung und Kreislaufwirtschaft organisiert werden?
  • Wie geht man mit den Herausforderungen Nachhaltigkeit & BioverfĂŒgbarkeit um?
  • Gelingt es, Behinderung von technischen Neuerungen kurz vor der MarkteinfĂŒhrung zu vermeiden?
  • Der Gesetzgeber muss Innovationen bei der Gesetzgebung berĂŒcksichtigen.
  • Welche Rolle spielt die Ressourceneffizienz in der Kreislaufwirtschaft?
  • Wie geht man mit der Schnittstelle Abfall-Rohstoff um?

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