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Kreislaufwirtschaft

EU-Projektvorschlag fĂŒr den Digitalen Produktpass (DPP) - CIRPASS 

Der EU-Projektvorschlag CIRPASS zum Digitalen Produktpass fĂŒr die Kreislaufwirtschaft wurde ausgewĂ€hlt. PlanmĂ€ĂŸig soll das Projekt noch im Oktober 2022 anlaufen.   

Unser Dachverband Orgalim wurde eingeladen ein Mitglied des Beirats dieses EU-Projektkonsortiums CIRPASS zu werden, dadurch erhalten die Mitglieder des Fachverbands Metalltechnische Industrie die Möglichkeit, durch BeitrĂ€ge bei der Entwicklung und Empfehlungen zu den DPPs durch individuelle Experteninterviews oder Dialoge Einfluss zu nehmen. 

Ziel dieses Projektes ist es, den Boden fĂŒr eine schrittweise EinfĂŒhrung von EPP ab 2023 in mindestens drei wichtigen Wertschöpfungsketten zu bereiten, darunter Elektronik, Batterien und Textilien. Hier finden Sie noch einmal die Beschreibung der PrĂ€sentation dieses Projektkonsortiums. 

CIRPASS wird drei DPP-Prototypen fĂŒr jede wichtige Wertschöpfungskette (Batterien, Elektronik, Textilien) bereitstellen, um  

  • eine verbesserte Produktnachhaltigkeit und  
  • eine bessere Material- und Energieeffizienz zu unterstĂŒtzen und  
  • neue GeschĂ€ftsmodelle und  
  • eine zirkulĂ€re Wertschöpfung auf der Grundlage von Datenaustausch zu ermöglichen.  

Das DPP-Konzept von CIRPASS soll auf andere Wertschöpfungsketten ĂŒbertragbar sein. Die Projektpartner werden ein hohes Maß an Fachwissen im Bau- und Kunststoffsektor mitbringen.  Das Projekt wird zu einem verstĂ€rkten Dialog und Engagement der Interessengruppen beitragen und eine umsetzbare Roadmap fĂŒr offene und standardisierte AnsĂ€tze zur effizienten Nutzung von DPPs auf der Grundlage digitaler Innovationen entwickeln. Wir werden weitere Informationen zu diesem Projekt auf unserer HP veröffentlichen.  


Kreislaufwirtschaftspaket und Nachhaltige Produkte

Die EU-Kommission hat Ende MĂ€rz 2022 im Rahmen des EU-Green Deals ein Paket von VorschlĂ€gen vorgestellt, um nachhaltige Produkte in der EU zur Norm zu machen, kreislauforientierte GeschĂ€ftsmodelle zu fördern und die Verbraucher:innen beim grĂŒnen Wandel zu stĂ€rken. 

So werden eine Reihe an legislativen und nicht-legislativen neuer Vorschriften vorgeschlagen, um fast alle physischen Waren auf dem EU-Markt wĂ€hrend ihres gesamten Lebenszyklus, vom Entwurf ĂŒber den tĂ€glichen Gebrauch bis hin zur Entsorgung oder Umnutzung, umweltfreundlicher, kreislauffĂ€higer und energieeffizienter zu machen. 

I)    LEGISLATIVE VORHABEN
II)    NICHT-LEGISLATIVE VORHABEN

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Kreislaufwirtschaft (Circular Economy)

Geht es um Kreislaufwirtschaft, stehen oft Recyclingquoten im Mittelpunkt der Betrachtung. Beim Recycling ist Österreich mit einem Anteil von mit 58 % die Nummer zwei in Europa – Spitzenreiter ist Deutschland mit einer Quote von 66 %.
Kreislaufwirtschaft ist jedoch mehr als Recycling.

Von der Rohstoffgewinnung ĂŒber Produktdesign, Reparatur, Wiederverwendung, Wiederaufbereitung und Recycling bis zur Verwertung ist es ein ganzheitliches Konzept, das entlang der gesamten Wertschöpfungskette ansetzt und VerĂ€nderungen erfordert, die auf eine Senkung des absoluten Ressourcenverbrauchs abzielen.
Ernstgemeinte KreislauffĂŒhrung geht also deutlich weiter und erfordert ĂŒber verbesserte Recyclingmaßnahmen hinaus Investitionen in Produktdesign, neue GeschĂ€ftsmodelle und verĂ€ndertes VerbraucherInnenverhalten.

Weitet man dementsprechend den Blick auf das Gesamtbild der Kreislaufwirtschaft, schneidet Österreich deutlich schlechter ab.
Nur 9 % der heute in der österreichischen Wirtschaft eingesetzten Materialien sind zirkulÀr, d.h. sie wurden zuvor bereits verwendet.

Bis zur echten Kreislaufwirtschaft ist es daher noch ein weiter Weg.

Aspekte, die dabei zu berĂŒcksichtigen sind, ist der Umgang mit folgenden Fragen:

  • Wie soll die Vernetzung von Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft ausgerichtet sein?
  • Wie soll die Vernetzung von Finanzierung und Kreislaufwirtschaft organisiert werden?
  • Wie geht man mit den Herausforderungen Nachhaltigkeit & BioverfĂŒgbarkeit um?
  • Gelingt es, Behinderung von technischen Neuerungen kurz vor der MarkteinfĂŒhrung zu vermeiden?
  • Der Gesetzgeber muss Innovationen bei der Gesetzgebung berĂŒcksichtigen.
  • Welche Rolle spielt die Ressourceneffizienz in der Kreislaufwirtschaft?
  • Wie geht man mit der Schnittstelle Abfall-Rohstoff um?

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