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Beibehaltung der 40-st√ľndigen Betriebszeit

Das Modell dient primär zwei Zielen:

  • Verhinderung des Absinkens der Nutzungsdauer von Betriebsanlagen durch die k√ľrzere kollektivvertragliche Normalarbeitszeit.
  • Schaffung von Zeitausgleich in ganzen Tagen bei gleichbleibender 40-st√ľndiger Arbeitszeit w√§hrend des Jahres.

-> Abbau von Zeitguthaben

Die Zeitausgleichstage (Zeitausgleich nur in ganzen Tagen möglich) können entweder

  • von vornherein fixiert werden
  • zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils vereinbart werden oder
  • teilweise fixiert sein und teilweise vereinbart werden.

Kommt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer keine Einigung √ľber die Lage des Zeitausgleiches zustande, ist der Zeitausgleich vor Ende des Ausgleichszeitraumes durchzuf√ľhren. In diesem Falle hat bei Urlaub, Feiertag und bezahlter Arbeitsverhinderung vor Ende des Ausgleichszeitraumes der Zeitausgleich unmittelbar vorher oder nachher zu erfolgen. Ist dies aus wichtigen Gr√ľnden im Sinne des ¬ß20 AZG (Notf√§lle) nicht m√∂glich, kann er in die n√§chste Verrechnungsperiode gem√§√ü Abschnitt XV des Kollektivvertrages vorgetragen werden.

-> Abgeltung von Zeitguthaben in Geld

Kann der Zeitausgleich bei aufrechtem Arbeitsverh√§ltnis aus Gr√ľnden, die beim Arbeitgeber liegen (Arbeitgeberk√ľndigung, ungerechtfertigte Entlassung, begr√ľndeter vorzeitiger Austritt), nicht in Anspruch genommen werden, sind diese Stunden als √úberstunden zu bezahlen.

Dasselbe gilt bei Beendigung des Arbeitsverh√§ltnisses vor Inanspruchnahme des Zeitausgleiches. D.h. kein √úberstundenzuschlag bei Arbeitnehmerk√ľndigung, gerechtfertigter Entlassung oder unbegr√ľndetem Austritt.

-> Durchrechnungszeitraum

Grundsätzlich beträgt der Durchrechnungszeitraum 13 Wochen. Er kann jedoch durch Betriebsvereinbarung bis zu 52 Wochen ausgedehnt werden.

-> Bandbreite

Die Normalarbeitszeit ist mit 40 Stunden pro Woche begrenzt. Nach unten gibt es jedoch keine Grenzen. D.h. Zeitausgleich kann durch ganze freie Tage bis zur Null-Stunden-Woche gewährt werden.

-> Mehrarbeit und √úberstunden

Zus√§tzlich zur 40-st√ľndigen Normalarbeitszeit kann jede Woche Mehrarbeit im Ausma√ü von 1 ¬Ĺ Stunden in Anspruch genommen werden. Diese Mehrarbeit kann entweder bezahlt oder durch Zeitausgleich (1:1) abgegolten werden. √úber das Ausma√ü von 41,5 Stunden pro Woche k√∂nnen √úberstunden in Anspruch genommen werden, die entweder zu bezahlen sind oder durch Zeitausgleich in einem Ausma√ü 1:1,5 bzw. 1:2 abgegolten werden.

-> Entlohnung - Modell 9

Es empfiehlt sich die Vereinbarung, dass jede Woche ein Lohn auf Basis 38,5 Stunden geb√ľhrt. F√ľr die restlichen 1 ¬Ĺ Stunden besteht Anspruch auf bezahlte Freizeit innerhalb des Durchrechnungszeitraumes. Auf Stunden bezogene Zuschl√§ge und Zulagen sind im Ausma√ü des tats√§chlichen Anfalles zu bezahlen.

-> Fehlzeiten während des Durchrechnungszeitraumes

F√ľr Fehlzeiten werden grunds√§tzlich die selben Guthaben erworben wie f√ľr Arbeitszeiten.
Ist der Arbeitnehmer die ganze Woche krank, erwirbt er die 1 ¬Ĺ Stunden Zeitguthaben genau so, als ob er gearbeitet h√§tte. Andererseits geb√ľhrt dem Arbeitnehmer bei Verhinderung am Ausfallstag kein zus√§tzlicher Freistellungsanspruch. Es besteht auch kein Anspruch auf zus√§tzliches Krankengeld.
Auch bei unentschuldigtem Fernbleiben werden die Zeitguthaben erworben, jedoch können dem Arbeitnehmer hier die Fehlstunden vom Lohn abgezogen werden.

Vom oben dargestellten Grundsatz (Erwerb von Zeitguthaben auch w√§hrend der Fehlzeiten) besteht eine einzige Ausnahme f√ľr den Fall des Geb√ľhrenurlaubes: ist die Lage des Zeitausgleiches nicht fixiert, sondern der Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer √ľberlassen, werden f√ľr die Zeiten des Geb√ľhrenurlaubes keine Zeitguthaben erworben. Die Verk√ľrzung des Zeitguthabens bedeutet hier pro Urlaubswoche 1,5 Stunden: d.s. beim 5-Wochen-Urlaub 7,5 Stunden, beim 6-Wochen-Urlaub 9 Stunden weniger Zeitguthaben.

-> Vor- und Nachteile

+ keine Zeitzuschläge
+ langer Durchrechnungszeitraum
- geringe Bandbreite




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