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Ökodesign

Abstimmung des Plenums des EuropĂ€ischen Parlaments ĂŒber die Ökodesign-VO

Am 12. Juli hat das Plenum des EuropĂ€ischen Parlaments ĂŒber seine Position zur Ökodesign-Verordnung fĂŒr nachhaltige Produkte abgestimmt. Insbesondere soll die Lebensdauer eines Produktes nicht eingeschrĂ€nkt werden. Ersatzteile und Anleitungen mĂŒssen laut Parlament ĂŒber einen angemessenen Zeitraum verfĂŒgbar sein. In dem Text wird die Kommission aufgefordert, der Festlegung von Nachhaltigkeitsanforderungen fĂŒr eine Reihe von Produktgruppen in den kommenden Ökodesign-Maßnahmen PrioritĂ€t einzurĂ€umen, beispielsweise fĂŒr Eisen, Stahl, Aluminium, Textilien, Möbel, Reifen, Reinigungsmittel, Farben, Schmierstoffe und Chemikalien. Die Abgeordneten wollen außerdem ein konkretes Verbot der Vernichtung nicht verkaufter Textilien sowie Elektro- und ElektronikgerĂ€te.

Der Ministerrat hat seine allgemeine Ausrichtung bereits Ende Mai beschlossen. Damit können die Trilogverhandlungen mit dem Parlament demnÀchst starten.
 

WeiterfĂŒhrende Links:

‱    Berichtsentwurf & ÄnderungsantrĂ€ge, die zur Abstimmung gelangt sind


Ökodesign-Verordnung: Sondierung und Konsultation zu ProduktprioritĂ€ten

Die EU-Kommission hat sowohl eine Sondierung als auch eine Konsultation zu den zu priorisierenden Produktkategorien unter der neuen Ökodesign-Verordnung fĂŒr nachhaltige Produkte gestartet. 

 Der Verordnungsvorschlag zielt auf einen nachhaltigen Binnenmarkt. In 3-jĂ€hrigen ArbeitsplĂ€nen sollen fĂŒr bestimmte Produkte bzw. Produktgruppen Ökodesign-Anforderungen fĂŒr eine Vielzahl von Aspekten festgelegt werden, darunter 

  • Haltbarkeit, Wiederverwendbarkeit, NachrĂŒstbarkeit und Reparierbarkeit von Produkten; 
  • das Vorhandensein von Stoffen, die das Kreislaufprinzip behindern; 
  • Energie- und Ressourceneffizienz; 
  • Rezyklatanteil; 
  • Wiederaufarbeitung und Recycling; 
  • Verringerung des CO2-Fußabdrucks und des Umweltfußabdrucks; 
  • Informationsanforderungen, einschließlich eines digitalen Produktpasses. 

Im Rahmen einer vorbereitenden Analyse hat die Kommission eine Reihe neuer Produkte (darunter 12 Endprodukte und 7 Zwischenprodukte) und horizontaler Maßnahmen ermittelt, die fĂŒr erste Maßnahmen im Rahmen der Ökodesign-Verordnung fĂŒr nachhaltige Produkte infrage kommen: 

  • Endprodukte: Textilien und Schuhe; Möbel; keramische Waren; Reifen; Detergenzien; Bettmatratzen; 
  • Schmierstoffe; Farben und Lacke; Kosmetika; Spielzeug; Fischernetze und FanggerĂ€te; absorbierende Hygieneprodukte; 
  • Zwischenprodukte: Eisen und Stahl; Nichteisenmetalle; Aluminium; Chemikalien; Kunststoffe und Polymere; Papier, Zellstoff und Pappe; Glas; 
  • Horizontale Maßnahmen: Haltbarkeit; RecyclingfĂ€higkeit; Post-Consumer-Rezyklatanteil. (FĂŒr jede horizontale Maßnahme werden mögliche Bestimmungen vorgeschlagen.) 

Der im Anschluss an die Konsultation und diese vorbereitende Analyse, und unter Einbeziehung der Stakeholder erarbeitete Arbeitsplan soll das zentrale Überwachungsinstrument im Rahmen der Ökodesign-Verordnung fĂŒr nachhaltige Produkte bilden. 

  Im Anhang bzw. untenstehend finden Sie folgende Dokumente: 

  • Sondierung (1. Anhang) 
  • Fragebogen (Englisch, 2. Anhang) 
  • ​​​​​​​Vorbereitende Analyse (Methodologie S.17-20) 

Sollten Sie Input sowohl zum Fragebogen als allgemein zu dieser Thematik haben, bitten wir um RĂŒckmeldung an umweltteam@fmti.at bis spĂ€testens 20. MĂ€rz 2023. 

 


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