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4-Tage-Woche

GemĂ€ĂŸ Kollektivvertrag Abschnitt VI/16 wurde die Möglichkeit geschaffen, bei regelmĂ€ĂŸiger Verteilung der Gesamtwochenarbeitszeit auf 4 Tage bis zu 10 Stunden pro Tag zuschlagsfrei zu arbeiten. "Gesamtwochenarbeitszeit" bedeutet, dass die Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden insgesamt nicht ĂŒberschritten werden darf. "RegelmĂ€ĂŸige Verteilung" der Wochenarbeitszeit bedeutet, dass die vier zusammen hĂ€ngenden Tage bindend festgelegt sein mĂŒssen. Der jeweilige arbeitsfreie Tag kann nicht dem allenfalls geĂ€nderten Arbeitsanfall angepasst werden. Ist z.B. die Arbeitszeit von Montag bis Donnerstag verteilt, kann nicht statt dessen eine Arbeitszeit von Dienstag bis Freitag beansprucht werden. Es besteht somit die Möglichkeit, die 4-Tage-Woche außerhalb der Flexi-Modelle, d.h. ohne mehrwöchigen Durchrechnungszeitraum zu beanspruchen.

Voraussetzung ist, dass

  • die Gesamtwochenarbeitszeit (38,5 Stunden) nicht ĂŒberschritten wird
  • die 4 Arbeitstage zusammenhĂ€ngen und
  • die Arbeitszeit regelmĂ€ĂŸig (d.h. stĂ€ndig) auf diese vier Tage festgelegt ist.

Die Verteilung der Gesamtwochenarbeitszeit auf 4 Tage darf nicht dazu fĂŒhren, dass ein sonst bezahlter Feiertag entfĂ€llt (ist z.B. ein Montag bei 5-Tage-Woche ein bezahlter Feiertag, darf bei Vereinbarung der 4-Tage-Woche der arbeitsfreie Tag nicht auf diesen Montag fallen). Im Sinne des §7 Abs. 6 AZG darf aufgrund des Abschn. VI/16 KV an den 4 zusammenhĂ€ngenden Tagen die Arbeitszeit durch Überstunden auf bis zu 12 Stunden ausgedehnt werden. Die Gesamtarbeitszeit in der Woche betrĂ€gt dann 48 Stunden. Die erlaubten Überstunden dĂŒrfen nur an diesen Tagen liegen. An den arbeitsfreien Tagen einer 4 Tage Woche dĂŒrfen keine Überstunden geleistet werden.


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