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F-Gase

Fluorierte Treibhausgase

mehrere Eisw√ľrfel
© Shutterstock

Die Verwendung fluorierter Treibhausgase (F-Gase) ist seit 2006 in der Verordnung (EG) Nr. 842/2006 und in der Richtlinie 2006/40/EG geregelt. Seit 1. Januar 2015 gilt die Verordnung (EU) Nr. 517/2014 √ľber fluorierte Treibhausgase. Damit ist die Verordnung (EG) Nr. 842/2006 aufgehoben.

 


Nachdem in den vergangenen Jahren diverse √Ąnderungen in den Verordnungen sowie neue Ver√∂ffentlichungen erfolgt sind, wollen wir hier einen kurzen √úberblick √ľber die generellen Aspekte beim Thema F-Gase (fluorierte Treibhausgase) geben. Aktuelle √Ąnderungen finden Sie am Ende dieses Artikels.

Die neue F-Gas-Verordnung ist ein Beitrag, um die Emissionen des Industriesektors bis zum Jahr 2030 um 70 Prozent gegen√ľber 1990 zu verringern, genauer gesagt, sollen die Emissionen fluorierter Treibhausgase in der EU um 70 Millionen Tonnen CO2-√Ąquivalent auf 35 Millionen Tonnen CO2-√Ąquivalent bis zum Jahr 2030 gesenkt werden. Die Emissionsreduktion fluorierter Treibhausgase soll durch drei wesentliche Regelungsans√§tze erreicht werd

  • Einf√ľhrung einer schrittweisen Beschr√§nkung (Phase down) der am Markt verf√ľgbaren Mengen an teilfluorierten Kohlenwasserstoffen (HFKW) bis zum Jahr 2030 auf ein F√ľnftel der heutigen Verkaufsmengen. Basis sind die in den Jahren 2009 -2012 in der EU hergestellten und in die EU eingef√ľhrten durchschnittlichen Gesamtmengen, ausgedr√ľckt in CO2 √Ąquivalent.
  • Erlass von Verwendungs- und Inverkehrbringungsverboten, wenn technisch machbare, klimafreundlichere Alternativen vorhanden sind.
  • Beibehaltung und Erg√§nzung der Regelungen zu Dichtheitspr√ľfungen, Zertifizierung, Entsorgung und Kennzeichnung.

Mit der neuen F-Gas-VO soll insbesondere ein Anreiz zur Verwendung von Alternativen anstelle von F-Gasen geschaffen werden.

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F-Gase Quotenverteilung 

Teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKW) sind durch die F-Gase Verordnung in Europa sehr streng geregelt. Wenn Betriebe im Jahr 2024 beabsichtigen, fluorierte Treibhausgase auf den europ√§ischen Markt zu bringen m√ľssen Sie sich im HFKW-Quoten-System bis 20.2.2023 registrieren. F√ľr alle bereits registrierten Betriebe startet die Beantragung f√ľr diese Quoten ab 6.3. bis 5.4.2023, 13:00 CET.

Alle Informationen finden Sie unter https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=uriserv%3AOJ.C_.2023.010.01.0007.01.ENG&toc=OJ%3AC%3A2023%3A010%3AFULL 


Stellungnahme EU-F-Gase-Verordnung 

Gerne informieren wir Sie √ľber die aktuelle Stellungnahme der WK√Ė zur Neufassung der EU-Verordnung √ľber fluorierte Treibhausgase.‚ÄĮ‚ÄĮ
Der FMTI hat hier ebenfalls eine Positionierung eingebracht um die geplanten Versch√§rfungen abzuwenden. 

F-Gase Verordnung neuer Vorschlag  

Laut Studien der Europ√§ischen Kommission sind auf EU-Ebene F-Gase derzeit f√ľr 2,5 % der gesamten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Der versch√§rfte Vorschlag f√ľr F-Gase soll bis 2030 das √Ąquivalent von 40 Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen (CO2) einsparen, was √ľber die erwartete Verringerung im Rahmen der derzeitigen Rechtsvorschriften hinausgeht und bis 2050 zus√§tzliche Einsparungen in H√∂he von insgesamt 310 Millionen Tonnen CO2 erm√∂glichen sollte.  

Eckpunkte des Vorschlags sind demnach:     

  • Der Vorschlag sieht eine Versch√§rfung des Quotensystems f√ľr teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (FKW-Abbau) vor, wodurch die potenziellen Klimaauswirkungen neuer FKW, die zwischen 2015 und 2050 auf den EU-Markt kommen, um 98 % reduziert werden. Au√üerdem werden neue Beschr√§nkungen eingef√ľhrt, um sicherzustellen, dass F-Gase nur in neuen Anlagen verwendet werden, f√ľr die es keine geeigneten Alternativen gibt. So wird beispielsweise SF6, das st√§rkste Treibhausgas, bis 2031 schrittweise aus allen neuen Ger√§ten f√ľr die Strom√ľbertragung ("Schaltanlagen") verbannt.  
  • Bessere Durchsetzung und Umsetzung: Der Vorschlag soll es den Zoll- und √úberwachungsbeh√∂rden erleichtern, Ein- und Ausfuhren zu kontrollieren und den Handel mit illegalen F-Gasen und Ger√§ten zu unterbinden. Dar√ľber hinaus werden die Sanktionen versch√§rft. Das Quotensystem wird durch strengere Registrierungsvorschriften und die Einf√ľhrung eines festen Quotenpreises beschr√§nkt.  
  • Umfassendere √úberwachung: Ein breiteres Spektrum von Stoffen und T√§tigkeiten soll erfasst werden, die Verfahren f√ľr die Berichterstattung und √úberpr√ľfung von Daten sollen verbessert werden.  
  • Sicherstellung der Einhaltung des Montrealer Protokolls: bestimmte Ausnahmeregelungen sollen abgeschafft werden und der schrittweise Abbau von HFKW in der EU vollst√§ndig mit dem Montrealer Protokoll in Einklang gebracht werden.  

Unseres Erachtens w√§re folgendes jedenfalls anzumerken:     

Eine unserer gr√∂√üten Sorgen war stets die Verf√ľgbarkeit von F-Gasen f√ľr die gewerblichen Serviceunternehmen im K√§lte-, Klima- und W√§rmepumpenbereich zu einem vern√ľnftigen Preis und in zuverl√§ssiger Qualit√§t. Mit diesem neuen Vorschlag sollen die H√∂chstmengen an CO2-√Ąquivalenten drastisch reduziert werden. F√ľr die Serviceunternehmen in der stark klein- und mittelst√§ndisch gepr√§gten Branche k√∂nnte dies zu einer erheblichen H√ľrde werden und deren F√§higkeit, die Anforderungen ihrer Kunden erf√ľllen zu k√∂nnen, in Frage stellen. Beeintr√§chtigt werden k√∂nnte damit besonders die Wartung und Instandhaltung bestehender Anlagen.     

Dar√ľber hinaus sehen wir ein beschleunigtes Wachstum bei W√§rmepumpen. Auch in diesem Sektor werden F-Gase ben√∂tigt und sind ein wichtiger Baustein, um die sehr ehrgeizigen Ziele des Green Deal zu erf√ľllen. Ohne ausreichender F-Gase-Mengen zu einem vern√ľnftigen Preis, ist die zuk√ľnftige Nutzung der W√§rmepumpentechnologie einem hohen Risiko ausgesetzt. Unserer Ansicht nach sollte das derzeitige Quotenniveau bis 2036 beibehalten.      

Kritisch zu bewerten ist auch die Quotengeb√ľhr. Dies wird einerseits die ohnehin schon hohen F-Gas-Preise weiter anheben. Andererseits werden die h√∂heren Preise den illegalen Verkauf von F-Gasen weiter f√∂rdern, wie wir es in der Vergangenheit gesehen haben. Angesichts dessen, dass sich die Vollzugskapazit√§ten der EU in den letzten Jahren nicht verbessert haben, werden KMU weiterhin massiv illegalen Importen ausgesetzt sein. √Ąu√üerlich sind diese Produkte oft nicht von legalen Produkten zu unterscheiden, k√∂nnen aber von geringerer Qualit√§t sein. W√§hrend es einem durchschnittlichen KMU unm√∂glich ist, einzelne Chargen zu analysieren, haftet es f√ľr Sch√§den, die durch solch minderwertige Produkte verursacht werden. Gleichzeitig verlieren rechtskonforme Unternehmen an Wettbewerbsf√§higkeit gegen√ľber Unternehmen, die billigere illegale Produkte verwenden.     

Den Entwurf zur Verordnung finden Sie hier. Sollten Sie von diesem Thema betroffen sein bitten wir um R√ľckmeldung unter umweltteam@fmti.at


Vermarktung und Verwendung von fluorierten Gasen

Deckblatt Vermarktung und Verwendung von fluoreszierenden Gasen

Spezielle Regeln f√ľr W√§rmepumpen, K√ľhl- und Klimatechnik, den Brandschutz und elektrische Schaltanlagen

Dieser Folder gibt Ihnen einen √úberblick √ľber das geltende Recht rund um fluorierte Treibhausgase (F-Gase).

Die Bedeutung einzelner Regelungen wird erkl√§rt und es werden die Auswirkungen auf ihr Unternehmen erl√§utert. Gezeigt wird auch, wie das F-Gase-Recht mit anderen Rechtsmaterien ‚Äď wie z.B. der REACH-Verordnung oder dem √∂sterreichischen Recht ‚Äď vernetzt ist und welche Konsequenzen sich daraus f√ľr den betrieblichen Alltag ergeben k√∂nnen.

Der Folder soll als Hilfestellung zum praktischen Handeln dienen und ihnen eine √úbersicht √ľber die relevanten Fragen erm√∂glichen. Er ist aber keine rechtsverbindliche Interpretation der unternehmensspezifischen Verpflichtungen, die sich aus dem Chemikalienrecht ergeben.

Diese können nur auf Basis der einschlägigen Rechtsvorschriften von Fall zu Fall bewertet werden.

Hier als pdf runterladen oder als Druckversion unter witz@fmti.at anfordern.
https://www.wko.at/service/umwelt-energie/vermarktung-verwendung-fluorierte-gase.pdf.


R√ľckfragen bitte an witz@fmti.at.


Infoblatt Kältemittel: gesetzlicher Rahmen und Handlungsempfehlungen

  • Verwenden Sie K√§ltemittel?
  • Importieren Sie K√§ltemittel?
  • Handeln Sie mit K√§ltemitteln?

Das Thema K√§ltemittel ist in den vergangenen Jahren intensiv diskutiert worden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sind komplexer geworden. Aus diesem Grund hat die WKO nun ein Informationsblatt erstellt, in dem √ľbersichtlich das Thema K√§ltemittel dargestellt wird.

R√ľckfragen bitte an zinkl@fmti.at.

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