Metalltechnische Industrie Logo

CLP Verordnung

Neue Meldeverpflichtung fĂŒr Gemische

Zur neuen Meldeverpflichtung fĂŒr Gemische nach der CLP-Verordnung wurde eine eigene Informationsseite aufgebaut, welche regelmĂ€ĂŸig aktualisiert wird.

Aktuell wurden Informationen zu praktischen Aspekten, wie z.B. die Vorbereitung einer Einreichung, veröffentlicht.

Mehr dazu hier

Zum selben Thema fand am 5. September 2018 auch ein Workshop in der WKÖ statt.
Die PrÀsentationen dazu finden Sie hier.


CLP Verordnung: Klassifizierung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien

Alle in Verkehr gebrachten Gemische und Stoffe mĂŒssen ab dem 1. Juni 2017 ausschließlich nach der CLP-Verordnung gekennzeichnet sein. Damit ist die letzte Übergangsperiode fĂŒr die Kennzeichnung von Gemischen verstrichen. Wenn sie immer noch Produkte in ihren Regalen haben, die Kennzeichnungen der alten Gesetzgebung aufweisen, dann mĂŒssen sie diese vom Markt nehmen, neu einstufen und gemĂ€ĂŸ CLP kennzeichnen.

CLP 2017 Webseite fĂŒr EinzelhĂ€ndler I News I WKÖ-Folder zu CLP


EU-VERORDNUNG NR. 1272/2008

Die EU-Verordnung Nr. 1272/2008 zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen betrifft hauptsĂ€chlich die chemische Industrie und bringt einheitlich neue Gefahrenklassen sowie entsprechende Kennzeichnungen (Piktogramme). FĂŒr die Anwender in der Maschinen und Metallwaren Industrie kommt es nur zu kleinen Änderungen. Die offensichtlichste Änderung in der CLP Verordnung sind die neuen Symbole. Innerhalb der wenig verĂ€nderten Systematik gibt es nun drei neue Piktogramme fĂŒr die EU-weit einheitliche und eindeutige Kennzeichnung: Eine Gasflasche, ein „zerrissener Körper“ (als Symbol fĂŒr chronische GesundheitsgefĂ€hrdung und chronisch toxische Effekte) sowie ein Rufzeichen als Ersatz des frĂŒheren „Andreaskreuz“-Symbols.

Die CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) muss fĂŒr Stoffe seit 1. Dezember 2010 und fĂŒr Gemische spĂ€testens ab 1. Juni 2015 angewendet werden. Die CLP-VO bringt einerseits neue Gefahrenklassen, andererseits teilweise neue Zuordnungen, was unter UmstĂ€nden Auswirkungen auf die erforderliche Lagerhaltung von Stoffen haben kann. Bei den „entzĂŒndbaren FlĂŒssigkeiten“ wurde der Grenzwert von 55° auf 60°C angehoben. Die CLP-Verordnung teilt die Stoffe und Gefahrenklassen in physikalische Gefahren, Gesundheitsgefahren und Umweltgefahren ein. Im Anhang 5 sind dazu die entsprechenden Piktogramme dargestellt. Physikalische Gefahren gehen zum Beispiel von unter Druck stehenden Gasen, selbst erhitzungsfĂ€higen Stoffen oder Gemischen sowie im Metallbereich vor allem von korrosiven Stoffen aus. Bei den Gesundheitsgefahren wird unterschieden zwischen spezifischer ZielorgantoxizitĂ€t (einmalige Exposition), spezifischer ZielorgantoxizitĂ€t bei wiederholter Exposition und Aspirationsgefahr.

Bei Gemischen Ă€ndern sich teilweise die Berechnungsformeln. Die AOT stellt gerne fĂŒr Mitglieder einen Gemischrechner zur VerfĂŒgung.

Außerdem sieht die CLP-VO neue Konzentrationsgrenzen vor: so wird unter „reizend“ nun eine Konzentration von 3 % (frĂŒher 10 %) klassifiziert. Aufgrund des neuen Systems kommt es nun dazu, dass plötzlich mehr Chemikalien als gefĂ€hrlich eingestuft werden. Zurzeit sind etwa 4000 Stoffe harmonisiert eingestuft, die CLP wird aber weiter an den technischen Stand angepasst. Der Übergang auf Einstufung und Kennzeichnung nach CLP-Verordnung verlĂ€uft langsam. Die alte Einstufung ist noch bis 1. Juni 2015 parallel gĂŒltig.


NEUE CLP SYMBOLE

Download-Box

csm_bottle_65074dca93.png EnthÀlt Gase unter Druck
csm_exclam_c8524a0210.png Weniger schwere Gesundheitsgefahren wie Reizstoffe, Hautallergene und weniger schwere ToxizitÀt (gesundheitsschÀdlich)
csm_silhouete_529cf6c436.png Der Stoff oder das Gemisch kann schwerwiegende langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit wie KarzinogenitÀt oder Sensibilisierung der Atemwege verursachen

XS SM MD LG XL