Knill zu Gewerkschaftsforderungen: Realitäten anerkennen

21. Oktober 2019

PRESSEINFORMATION

KV-Verhandlungen Metalltechnische Industrie an Zukunft ausrichten

(Wien, 21.10.2019) Anlässlich der heute startenden Betriebsrätekonferenzen zu den KV-Verhandlungen der Metalltechnischen Industrie appelliert Obmann Christian Knill an die Gewerkschaften: „Es wird Zeit, die Realitäten anzuerkennen. Alle wesentlichen Wirtschaftsdaten für die Industrie sind negativ, wir verzeichnen Auftragseinbrüche, die Industrieproduktion sinkt seit mehreren Monaten und die Inflationsrate liegt mit aktuell 1,2 % auf sehr niedrigem Niveau. Das aktuelle Forderungspaket der Gewerkschaften ist vor diesem Hintergrund vollkommen überzogen.“

Etliche Betriebe der Metalltechnischen Industrie bereiten sich auf einen Rückgang der Produktion vor, es werden Zeitkonten abgebaut, Betriebsurlaube verlängert, Investitionen reduziert. Dazu kommt eine sehr volatile Lage auf den internationalen Märkten. Für die exportabhängige Metalltechnische Industrie bedeuteten diese Entwicklungen erhöhte Unsicherheiten.

Knill: „Wir haben im Vorjahr außergewöhnlich hoch abgeschlossen und damit auch die Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anerkannt. Wir sind auch heuer zu einem fairen Abschluss bereit. Aber es steht viel auf dem Spiel. Die Kosten für jedes Zehntelprozent KV-Erhöhung müssen die Betriebe erst in Zukunft verdienen. Ein unvernünftig hoher Abschluss lässt das nicht zu und gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und damit Arbeitsplätze. Die Betriebsräte wissen meist sehr gut über die Realitäten in den Betrieben Bescheid, daher hoffen wir auf mehr Vernunft bei der nächsten Verhandlungsrunde.“


Weitere Informationen: www.metalltechnischeindustrie.at

Über die Metalltechnische Industrie

Die Metalltechnische Industrie ist Österreichs stärkste Branche. Über 1.200 Unternehmen aus den Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau, Metallwaren und Gießerei bilden das Rückgrat der heimischen Industrie. Die exportorientierte Branche ist mittelständisch strukturiert, besteht zu mehr als 85 % aus Familienbetrieben und ist für ein Viertel aller österreichischen Exporte verantwortlich. Zahlreiche Betriebe sind Weltmarktführer und „Hidden Champions“.

Die Metalltechnische Industrie beschäftigt direkt mehr als 135.000 Menschen und sichert damit indirekt an die 250.000 Arbeitsplätze in Österreich. Sie erwirtschaftete 2018 einen Produktions- wert von 39,2 Milliarden Euro.

Der Fachverband Metalltechnische Industrie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Fachverbände Maschinen- und Metallwarenindustrie sowie Gießereiindustrie, zählt zu den größten Wirtschafts- und Arbeitgeberverbänden Österreichs und ist eine eigenständige Organisation im Rahmen der Wirtschaftskammer Österreich.

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Dr. Berndt-Thomas Krafft
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